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Nasenbluten: Ursachen und Behandlung

Nasenbluten hat in den seltensten Fällen eine ernste Ursache. Häufig können Sie es schon mit einigen einfachen Pflegetipps erfolgreich vermeiden.

 

Eine blutige Nase hat man sich schnell geholt: im Winter, wenn die Schleimhäute ohnehin ausgetrocknet sind, beim Schnäuzen, durch einen forschenden Finger, oder beim Übersehen der gläsernen Eingangstür. Eine Behandlung durch einen Arzt ist da kaum notwendig. Meist reicht schon die Eigentherapie mit Hausmitteln oder speziellen und schonenden Gadgets.

 

Was Sie tun können …

Wenn es doch plötzlich einmal aus dem Nasenloch sprudelt, wird manchen Menschen schnell schwindelig. Die betroffene Person sollte sich also zunächst einmal setzen, den Kopf hoch lagern und leicht nach vorne beugen. So kann das Blut aus der Nase fließen. Atmen Sie währenddessen ruhig durch den Mund. Hält das Nasenbluten nach 5 Minuten noch an, können Sie mit Daumen und Zeigefinger für 10 bis 15 Minuten die Nasenflügel zusammendrücken. Denn meist liegt die Verletzung vorne in der Nasenscheidewand. Durch den Druck kann die Wunde vorübergehend geschlossen werden. Zusätzlich können Sie einen Eisbeutel oder eine Kältekompresse aus dem Eisfach auf die Nasenwurzel legen. Hierdurch verengen sich die Gefäße und die Blutung sollte versiegen.

 

Was Sie lassen sollten …

Man kann es drehen und wenden, wie man möchte: Nasenbluten ist immer unangenehm. Um anderen Menschen den Anblick von Blut zu ersparen oder auch einfach bloß, um rote Flecken auf der sonst blütenreinen Weste zu vermeiden, stopfen sich manche Menschen bei Nasenbluten Papiertaschentücher oder sonstige Stopfen in die Nasenlöcher. Eine wirklich gute Idee ist das aber nicht, denn beim Entfernen dieser Pfropfen besteht immer die Gefahr, dass die Wunde sofort wieder aufreißt. Auch den Kopf in den Nacken zu legen, ist nicht wirklich empfehlenswert. Denn durch das Schlucken von Blut kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Um die Schwere der Verletzung richtig einschätzen zu können, ist es außerdem hilfreich, die Blutmenge im Auge zu behalten.

 

Wann zum Arzt?

Hört das Nasenbluten auch nach 30 Minuten noch nicht auf, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Das Autofahren sollten Sie in diesem Fall aber möglichst vermeiden, da der Blutverlust durchaus zu einem Schwächeanfall führen könnte. Für Kinder gelten übrigens

10 Minuten als Obergrenze. Die Einnahme von gerinnungshemmenden Mitteln kann das Nasenbluten noch weiter verstärken. Die richtige Angabe hierüber ist für die Ärztin oder den Arzt also besonders wichtig.

 

Naseputzen nach dem Nasenbluten?

Hat das Nasenbluten aufgehört, wollen die meisten Menschen möglichst schnell wieder unbeschwert durchatmen können. Getrocknetes Blut ist da natürlich hinderlich. Um getrocknete Blutklumpen zu entfernen, dürfen Sie ruhig die Nase schnäuzen. Übertreiben Sie es dabei aber nicht und schnäuzen Sie sich vorsichtig. Zwar kann es dabei wieder zu Nasenbluten kommen, in der Regel aber nicht so sehr wie zu Beginn. Seien Sie die nächsten Tage einfach besonders sanft beim Naseputzen – und achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, denn feuchte Schleimhäute schützen vor so manch blutiger Nase.

 

 

 

 

 

 

 

 

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