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Bluthochdruck ist ein Herzensbrecher

Rund ein Drittel der Menschen in Deutschland leidet an Bluthochdruck (Hypertonie). Viele Betroffene wissen es nicht oder werden nicht optimal behandelt. Leider! Denn ein erhöhter Druck in den Blutgefäßen wirkt sich auf alle Organe aus. Durch die frühzeitige Behandlung von Bluthochdruck könnte die Hälfte aller Herzinfarkte oder Schlaganfälle verhindert werden. Deshalb kann eine regelmäßige Blutdruckkontrolle zweimal im Jahr lebensverlängernd sein.

 

Dreiviertel der 70- bis 79-jJährigen leiden an Bluthochdruck. Doch stehen bereits viele jüngere Menschen im wahrsten Wortsinn ebenfalls unter Druck. Stress, vitamin-, und fettreiche Ernährung, Rauchen, Bewegungsmangel und Übergewicht tragen dazu bei, dass der Blutdruck ansteigt. Während es beim männlichen Geschlecht zunächst häufiger Bluthochdruckkandidaten gibt, ändert sich das, wenn die Frauen in die Wechseljahre kommen. Sinkt der Östrogenspiegel sinkt auch die schützende Wirkung des weiblichen Geschlechtshormons. Das Risiko für die Entwicklung eines Bluthochdrucks steigt an und ist bei Übergewicht sogar noch höher. Ältere Frauen sollten darum ihren Blutdruck regelmäßig messen lassen.

 

Gefährlich: Gefäße unter Druck

Bei Bluthochdruck ist der Druck in den Gefäßen chronisch erhöht. Obwohl das zunächst kaum Beschwerden verursacht, sind die Folgen schwerwiegend und reichen von Herzinfarkt und Herzversagen über Schlaganfall bis zum Nierenversagen. Das Tückische: Bluthochdruck verursacht zunächst keine oder nur unspezifische Symptome. Wer denkt schon bei Kopfschmerzen, leichtem Schwindel oder Nasenbluten an erhöhte Blutdruckwerte? Viele Patienten erfahren erst dann davon, wenn bei einem Arztbesuch routinemäßig der Blutdruck gemessen wird.

 

Risikofaktor für Arteriosklerose

Gesellen sich zum Bluthochdruck weitere Risikofaktoren, bestehen gute Aussichten für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, vor allem, wenn der hohe Duck die Gefäßwände jahrelang unbemerkt belastet. Es kommt zu Ablagerungen in den Blutgefäßen, die den Querschnitt verengen. Für das Herz bedeutet das mehr Arbeit, es muss stärker pumpen, um das Blut durch die Adern zu pressen. Das wirkt sich auf die linke Herzkammer aus, die mit der Belastung wächst. Ist der Herzmuskel so groß, dass er nicht mehr richtig versorgt wird, kommt es zur Herzinsuffizienz, einer lebensgefährlichen Herzmuskelschwäche.

 

Blutdruck unbedingt normalisieren

Optimal ist ein Blutdruck von 120/80 mmHg, egal in welchem Alter. In Ordnung sind Werte bis 140/90 mmHg. Alle Werte, die darüber liegen, sind zu hoch und müssen gesenkt werden. Da nicht nur das Herz, sondern auch andere Organe wie beispielsweise die Nieren oder die Augen gefährdet sind, sollten beizeiten Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Deshalb ist es wichtig, den Blutdruck alle sechs Monate kontrollieren zu lassen. Viele Apotheken bieten das Blutdruckmessen als kostenlosen Kundenservice an. Ist der Blutdruck zu hoch, sollte man mit seinem Arzt über eine angemessene Therapie sprechen. Oft wirkt sich schon eine Veränderung des Lebensstils positiv auf den Blutdruck aus.

 

Wann ist der Blutdruck erhöht?

  • leicht erhöht: 140 (159) – 90 (99) mmHg
  • mittelgradig erhöht: 160 (179) – 100 (109) mmHg
  • schwer erhöht: mehr als 180 – mehr als 110 mmHg

 

 

 

 

 

 

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