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Bestrahlung bei Prostatakrebs

Für Männer ist Prostatakrebs eine ganz reale Gefahr: Er ist nicht nur die häufigste Krebserkrankung dieses Geschlechts, sondern auch die dritthäufigste zum Tode führende Art von Krebs. Wird er allerdings frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen hoch.

 

Nach der Diagnose „Prostatakrebs“ galt die Entfernung der Prostata, die sogenannte Prostatektomie, lange als Standardverfahren. Hierbei wurde die Prostata chirurgisch entfernt – und damit auch der Tumor. Leider brachte dieses Verfahren häufig Nebenwirkungen wie zum Beispiel Inkontinenz und Erektionsstörungen mit sich. Deutlich schonender als eine chirurgische Entfernung ist die Strahlentherapie – bei ähnlich hoher Wirksamkeit.

 

Strahlentherapie vor allem in frühem Stadium erfolgsversprechend

Welches Therapieverfahren letztlich angewendet wird, richtet sich insbesondere nach der Art und Ausbreitungsgeschwindigkeit des Prostatakarzinoms. Wichtig hierbei sind beispielsweise die Fragen, ob der Tumor auf die Prostata begrenzt ist, ob er schon weiter gestreut hat, eventuell sogar schon Metastasen in anderen Organen gebildet hat. Vor allem, wenn der Tumor noch keine Metastasen gebildet und sich nicht über die Prostata hinaus verbreitet hat, kann eine Strahlentherapie eine Alternative zur Operation darstellen. Die Heilungschancen sind in diesen Fällen genauso hoch wie bei einer chirurgischen Entfernung der Prostata. Ist der Krebs hingegen schon fortgeschritten, können durch die Bestrahlung das Fortschreiten der Erkrankung sowie die Bildung von Metastasen verhindert werden.

 

In den meisten Fällen ist die Strahlentherapie gut verträglich

Auch wenn seit einigen Monaten die Endotherapie, also die Bestrahlung aus dem Innern des Körpers mithilfe eines radioaktiven Elements, insbesondere bei Fällen eines metastasierten Prostatakrebs an Bedeutung gewinnt, gehört die perkutane Strahlentherapie, bei der radioaktive Strahlung von außen durch die Haut direkt auf den Tumor gerichtet wird, weiterhin zu den bewährten Standardverfahren.

Das Wirkprinzip ist jedoch dasselbe: Durch die ionisierende Strahlung werden die Zellkerne der Krebszellen so stark geschädigt, dass sie sich nicht mehr teilen können und schließlich absterben. Gesunde Zellen werden durch die computergestützte Bestrahlung dagegen weitestgehend verschont. Die minimalen Dosen, die sie trotzdem abbekommen, können sie in der Regel problemlos wegstecken, da ihre Selbstheilungskräfte noch funktionieren – anders als bei Tumorzellen.

 

Vorsorgeuntersuchung ermöglicht frühzeitige Entdeckung eines Tumors

Belastend sind die Nebenwirkungen häufig trotzdem. So kann es zum Beispiel zu Rötungen der Haut oder Entzündungen der Schleimhäute der Harnblase, der Harnröhre oder des Enddarms kommen. Außerdem können Inkontinenz und Erektionsstörungen auftreten. Im direkten Vergleich mit der Operation kommt es zu diesen schweren Nebenwirkungen jedoch deutlich seltener, da das Gewebe bei der Bestrahlung weniger geschädigt wird als bei einem chirurgischen Eingriff.

Damit es aber gar nicht erst so weit kommt, sollten Männer ab dem 45. Lebensjahr die regelmäßige, jährliche Vorsorgeuntersuchung wahrnehmen. Denn je früher ein Prostatakarzinom behandelt wird, desto einfacher ist die Behandlung und umso größer sind die Heilungschancen. Fragen Sie hierzu einfach in Ihrer Praxis nach, dort hilft man Ihnen gerne.

 

 

 

 

 

 

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