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Die richtige Zahn- und Mundpflege

Ein jüdisches Sprichwort sagt über Zähne: Man leidet, wenn man sie bekommt, wenn man sie hat und wenn man sie verliert. Dazu ließe sich sagen: Je besser man sie pflegt, umso weniger leidet man, wenn man sie hat, und umso länger behält man sie.

 

Süßes, Saures und Klebriges, das lange zwischen den Zähnen steckenbleibt, greift den Zahnschmelz an und begünstigt Kariesbakterien. Im Mundraum von 99% aller Erwachsenen bilden Kariesbakterien aus Kohlenhydraten und Zucker organische Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Für gesunde Zähne und Zahnfleisch wäre deshalb eine möglichst zuckerarme Ernährung empfehlenswert. Aber … Genau! Und deshalb ist der beste Schutz vor Karies: Pflege. Das bedeutet mindestens zweimal täglich Zähne putzen, Zahnseide und Interdentalbürstchen für die Zahnzwischenräume benutzen, mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt und ebenso oft zur professionellen Zahnreinigung. Dann bestehen gute Chancen, im Alter noch mit den eigenen Zähnen zu kauen.

 

Elektrisch oder manuell?

Auch mit einer herkömmlichen Zahnbürste lassen sich Zähne ausreichend pflegen, wenn die Putztechnik stimmt. Empfohlen wird, die Zähne in einem 45-Grad-Winkel und von Rot nach Weiß, also vom Zahnfleisch weg, zu putzen. Und das möglichst, ohne dabei zu viel Druck auszuüben, da sich ansonsten die Borsten umbiegen können oder das Zahnfleisch verletzt wird. Die Borsten sollten nicht zu starr und möglichst aus Kunststoff sein, um Bakterienansammlungen zu umgehen. Elektrische Zahnbürsten haben den Vorteil, dass nicht nur die Zähne optimal gereinigt werden, sondern dass sie zusätzlich vor zu großem Druck warnen und mit einem Timer auf die empfohlene Putzdauer hinweisen. Alle zwei Monate sollten sowohl die Handzahnbürste als auch der Bürstenkopf der elektrischen gewechselt werden.

 

Interdentalbürste oder Zahnseide?

Am besten beides. Aber es kommt auch darauf an, wie groß die Zahnzwischenräume sind. Für die größeren Lücken zwischen den Backenzähnen sind Interdentalbürstchen besser, weil diese Zähne häufig Rillen und Unebenheiten haben. Solche Stellen sind mit Zahnseide nahezu unerreichbar. Mit einem Bürstchen, das diese Zwischenräume optimal ausfüllt, kann hier ordentlich geputzt werden. Zahnseide ist dagegen optimal bei engen Zahnzwischenräumen, denn sie passt auch durch die schmalsten Ritzen. Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde empfiehlt den Gebrauch von Zahnseide und Interdentalbürsten. Zahnseide allein reiche nicht aus. Die Reinigung der Zahnzwischenräume ist nicht nur für die Zähne, sondern auch für das Zahnfleisch wichtig. Bildet es sich aufgrund von Entzündungen zurück, können auch gesunde Zähne ausfallen, weil sie keinen Halt mehr haben. 

 

Und außerdem: Zunge reinigen

Auf der Zunge sammeln sich schnell Bakterienbeläge, die dann auch auf die Zähne übergehen. Zudem sind Zungenbeläge ein Hauptgrund für Mundgeruch. Deshalb sollte die Zunge einmal täglich ebenfalls gereinigt werden. Dafür gibt es spezielle Zungenreiniger, mit welchen sich die Beläge sanft, aber gründlich entfernen lassen.

 

 

 

 

 

 

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