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Das Weibliche Immunsystem

Superschutz und Superlast!

Dass Mütter nicht krank werden dürfen, denken vor allem ausgemachte Chauvis. Sonst würde ja der (Familien-)Alltag zusammenbrechen… Dieses Denken geht natürlich gar nicht und ist alles andere als zeitgemäß. Aber Frauen haben tatsächlich die bessere Immunabwehr.

 

Die Pandemie zeigt: Männer erkranken meist schwerer an Covid-19 als Frauen und sie werden auch öfter auf der Intensivstation behandelt. Denn die Immunreaktion ihrer Zellen ist schwächer als die der Frauen. Das belegt eine Studie in dem britischen Wissenschaftsmagazin Nature. Insgesamt können sich Frauen demnach insgesamt besser vor Infektionskrankheiten schützen. Auch zeigen Untersuchungen, dass Männer, die beim berüchtigten „Männerschnupfen“ besonders wehleidig reagieren, tatsächlich mehr leiden als Frauen.

 

Ein wichtiger Grund für die bessere Immunabwehr der Frauen liegt in den Hormonen. Denn das weibliche Hormon Östrogen stimuliert das Immunsystem, Testosteron hingegen wirkt eher unterdrückend. Demnach endet die bessere Immunabwehr der Frauen in der Regel mit den Wechseljahren – weshalb Fachleute vermuten, dass vom Standpunkt der Evolution aus Schwangere und junge Mütter besonders geschützt werden sollten.

 

Dieser besondere Schutz hat aber auch Nachteile: Frauen sind öfter von Autoimmunerkrankungen betroffen, so etwa von Rheuma, MS oder Typ-1-Diabetes, und sie leiden auch öfter an unerwünschten Impfreaktionen.

 

 

 

 

 

 

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