©Khorzhevska_AdobeStock

 

Gesunde Zähne durch Mundhygiene!

Der sprichwörtliche Zahn der Zeit nagt an allem und jedem, auch an unseren Zähnen. Einen großen Einfluss auf unsere Zahngesundheit haben dabei unsere Ernährungs- und Zahnpflegegewohnheiten. Doch um beides könnte es deutlich besser bestellt sein.

 

Alles, was wir essen, hat Einfluss auf die Gesundheit unseres Mund- und Rachenraums. So können bestimmte Inhaltsstoffe dort ganz konkret die Entstehung von Krankheiten fördern. Das beste Beispiel hierfür ist Zucker. Der Grund: Bakterien in unserem Mundraum benötigen Zucker, um sich zu vermehren. Anschließend wandeln sie den Zucker in Säure um, der den Zähnen den Kalk entzieht.

 

Deshalb sollten wir das weiße Geriesel auch nur in geringen Mengen konsumieren. Die WHO empfiehlt beispielsweise nicht mehr als 50 Gramm Zucker am Tag. Zieht man einmal nüchtern Bilanz, kommen wir durchschnittlich aber fast auf das Doppelte dieser Menge – was nicht zuletzt am Überangebot liegt, denn Zucker ist ebenso billiger Geschmacksverstärker wie auch Konservierungsmittel.

 

Richtige Zahnpflege schnell erklärt

Grundlage der richtigen Zahnpflege ist das regelmäßige Zähneputzen mit einer Bürste, idealerweise zweimal täglich à drei Minuten nach Frühstück und Abendessen. Am besten putzen Sie dabei nicht horizontal, sondern vertikal, also vom Zahnfleisch hin zur Zahnspitze. Übermäßigen Druck sollten Sie dabei unbedingt vermeiden, da Sie sonst Ihr Zahnfleisch schädigen könnten.

 

Generell ist auch eher eine weiche als eine harte Zahnbürste zu empfehlen, da die Verletzungsgefahr hierbei geringer ist. Auch Zahnseide ist empfehlenswert, erfordert in der Handhabung aber deutlich mehr Übung. Welche Arten der Zahnpflege für Sie und Ihr Gebiss infrage kommen, kann Ihnen Ihr Zahnarzt verraten. Am besten fragen Sie gleich bei der nächsten Routinekontrolle einmal nach.

 

Prophylaxe entlastet den Geldbeutel

Laut einer repräsentativen Online-Umfrage des Befragungsinstituts YouGov Deutschland GmbH nimmt allerdings gerade einmal jeder zweite Deutsche die regelmäßige zahnärztliche Prophylaxe wahr. Der Grund für diese Nachlässigkeit ist aber nicht etwa Bequemlichkeit, sondern vielmehr die Überzeugung, die Dienste des Zahnarztes gar nicht in Anspruch nehmen zu müssen.

 

So geht beispielsweise rund ein Drittel der Befragten davon aus, dass in ihrem speziellen Fall ein Kariesbefall eher unwahrscheinlich sei. Doch dieser Irrglaube, denn so muss man es wohl leider nennen, kann sich rächen – und zwar nicht nur gesundheitlich, sondern auch finanziell. Denn wenn es um Erstattungen von Zahnarztkosten geht, insbesondere für nicht absolut notwendige Maßnahmen, stellen sich viele Versicherungen stur.

Wer dagegen regelmäßig zur Vorsorge geht, profitiert nicht selten von besonderen Konditionen und muss sich im Fall der Fälle nicht alleine durchbeißen. Für alle anderen empfiehlt sich eine Zahnzusatzversicherung.

 

Aufklärung statt Angstmacherei

Auch bei der Pflege der bleibende Zähne sollten Eltern nicht zu nachlässig sein. Leider herrscht hier aber nicht selten die Meinung vor, die Weisheitszähne fielen sowieso irgendwann aus. Das stimmt zwar, trotzdem sollten Kinder möglichst früh an die richtige und regelmäßige Zahnreinigung gewöhnt werden. Denn durch das Zähneputzen lernen Kinder zudem einen eigenverantwortlichen Umgang mit ihrer Gesundheit.

Meist sind Kinder außerdem sehr verständig, wenn man ihnen in Ruhe erklärt, warum die Zahnpflege wichtig ist. Die Drohung mit dem Zahnarzt sollte man dagegen tunlichst vermeiden. Denn durch die entsteht eine Angst, die der Zahnarzt vor jeder zukünftigen Behandlung mühsam zerstreuen muss.

 

Der Tag der Zahngesundheit 2021

Wenn Sie nach all diesen Informationen noch mehr über gesunde Zähne erfahren möchten, haben Sie am 25. September reichlich Gelegenheit dazu. Denn seit 1991 wird an diesem Datum der Tag der Zahngesundheit begangen, um möglichst viele Menschen über dieses Thema zu informieren und dadurch Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen vorzubeugen. Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt auf der Parodontose, also der bakteriellen Entzündung des Zahnfleisches – was dann auch das aktuelle Motto erklärt: „Gesund beginnt im Mund – Zündstoff!“

 

 

 

 

 

 

Startseite