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Bis auf die Haut ...

Wenn wir von Organen sprechen, denken wir meist an Herz, Lunge, Leber oder Darm. Das mit einer Fläche von rund zwei Quadratmetern größte und mit bis zu zehn Kilogramm Gewicht schwerste Organ ist jedoch unsere Haut. Ihre vielfältigen Aufgaben spiegeln sich dabei auch in ihrem vielschichtigen Aufbau wieder.

 

Unsere Haut besteht aus mehreren Schichten. Ganz außen liegt die Oberhaut. Sie ist sozusagen die erste Verteidigungslinie. Wäre unser Körper ein Haus, dann wäre die Oberhaut so etwas wie der Putz auf den Wänden. Ihre Aufgabe ist es, ein Eindringen von Fremdkörpern zu verhindern und den Körper vor allerlei schädlichen Einflüssen von außen zu schützen. Das können zum Beispiel Krankheitserreger sein, aber auch die UV-Strahlen der Sonne. Da sie dabei stark strapaziert wird, erneuert sie sich ständig. Unter der Oberhaut liegt die Lederhaut. In ihr liegen nicht nur die Blutgefäße, sondern auch das Drüsengewebe sowie die Nervenzellen. Die Lederhaut ist daher also nicht nur für die Wahrnehmung von Sinneseindrücken wie Schmerz, Hitze, Kälte und Druck, sondern auch für die Regulierung des Wärmehaushalts zuständig. Letzteres geschieht gleichermaßen durch die Produktion von kühlendem Schweiß wie auch durch die Weit- und Engstellung der Blutgefäße. Die Unterhaut besteht dagegen vornehmlich aus Binde- und Fettgewebe. Sie ist sowohl Energiespeicher des Körpers als auch Isolationsschicht.

 

Alter und Lebensstil spiegeln sich in der Haut wider

Eine Funktion der Haut wird oftmals übersehen, obwohl gerade sie so augenfällig ist: Unsere Haut ist ein Spiegel unseres Gefühlslebens. Sind wir wütend oder peinlich berührt, schießt das Blut in die Lederhaut und wir werden rot. Erschrecken wir uns, strömt das Blut hingegen gen Körpermitte und wir werden blass. Und auch unser Lebensstil spiegelt sich in unserem „Hautbild“ wider. Falten, Pickel und Ausschläge lassen sich häufig auf meist schlechte Angewohnheiten wie zum Beispiel das Rauchen oder eine ungesunde Ernährung zurückführen. Das Alter fordert ebenfalls seinen Tribut: Mit der Zeit verliert die Haut ihre Elastizität. In der Folge wird die Haut dünner und spröde. Das Protein Kollagen, das die Haut stützt, wird nun vermehrt abgebaut und nicht ersetzt. Zudem wird weniger Wasser eingelagert. Wie schnell und deutlich diese Veränderungen eintreten, ist jedoch von Hauttyp zu Hauttyp verschieden. Und auch die leider noch viel zu verbreitete Sonnenanbeterei schlägt sich in bzw. auf der Haut nieder. Zwar lassen sich manche dieser Folgen durch die richtige Pflege, vor allem durch  feuchtigkeitspendende Cremes und Lotionen, abmildern – aber eben längst nicht alle.

 

Die richtige Hautpflege ist auch eine Typfrage

Gerade im Sommer ist die Haut den Elementen ausgesetzt, allen voran der Sonne. Außerdem schwitzen wir mehr und im Schwimmbad schwappt uns das Chlor entgegen, das die Haut zusätzlich austrocknet. Deshalb ist es jetzt besonders ratsam, die Haut mit feuchtigkeitsspendenden Lotionen zu unterstützen. Hierbei muss man jedoch immer den individuellen Hauttyp berücksichtigen, denn was dem einen hilft, kann für die andere völlig ungeeignet sein. Hier kann deshalb eine kurze Beratung nützlich sein, damit Sie auch ungeachtet der jeweiligen Jahreszeit stets mit „heiler Haut“ davonkommen.

 

 

 

 

 

 

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