©Kzenon_AdobeStock

 

Jenseits von Jogging:

Schonende Arten der Bewegung

Panta rhei. Dieser Gedanke, der so erstmals vom griechischen Philosophen Heraklit gedacht wurde, bedeutet übersetzt in etwa „alles fließt“. Gemeint ist, dass es im Universum keinen Stillstand gibt. Alles und jedes ist ständig in Bewegung. Wenn, ja, wenn es nicht auch immer wieder schmerzhaft reiben und krachen würde. Zumindest im Gebälk unserer Knochen.

 

Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung der Welt. Alleine in Deutschland leiden vermutlich mindestens  8,5 Millionen Menschen unter einer Abnutzung des Gelenkknorpels, darunter auch viele Jüngere. In der Folge  versuchen manche Betroffene, das schmerzende Gelenk  ruhigzustellen. Das ist aber nur bedingt sinnvoll. Denn unsere Gelenke wollen bewegt werden.

Bleibt der Bewegungsreiz gänzlich aus, kann das fast ebenso schädlich sein wie eine Überbeanspruchung. Außerdem leidet bei Bewegungsmangel auch das Herz-Kreislauf-System. Aber welche Sportarten eignen sich für ein gelenkschonendes Training?

 

Yoga, Pilates, Tai Chi

Für alle Anfänger oder Vorgeschädigte eignen sich Sportarten, die mit langsamen Bewegungen und ohne Widerstand auskommen. Dabei kann zwar auch etwas Muskelmasse aufgebaut werden, wichtiger ist aber die Mobilisierung der Gelenke. Sind die gut geschmiert, sollten auch die Beschwerden nachlassen. Wenn Sie nicht schon jahrelange Erfahrung haben, steht Ihnen bei diesen Sportarten auch meist ein Trainer bzw. Lehrer zur Seite, der auf Fehlstellungen und Falschbelastung aufmerksam machen kann.

 

Aqua Jogging, Schwimmen und Wassergymnastik

Bei Wassersportarten arbeitet der Körper gegen den Widerstand des Wassers an, wodurch die Muskeln stärker stimuliert werden. Der größte Vorteil von Wassersport ist jedoch, dass das Wasser das Gewicht des Körpers „auffängt“. Vor allem für Personen mit Vorschäden oder Übergewicht ist das erfrischende Nass also bestens geeignet. Die richtige Technik spielt vor allem beim Schwimmen eine wichtige Rolle. Besser als Brustschwimmen ist Kraulen oder Rückenschwimmen, da dabei die Halswirbel nicht belastet werden.

 

Fahrradfahren und Ergometer

Ein Klassiker unter den gelenkschonenden Sportarten ist das Fahrradfahren. Hierbei gibt es aber ein paar Dinge zu beachten: Erstens ist insbesondere beim Fahrradfahren ein gewisses Maß an Gleichgewicht nötig, um sich und andere nicht zu gefährden. Zweitens muss das Fahrrad bzw. das Ergometer funktionstüchtig und richtig eingestellt sein. Ansonsten ergänzen sich Fahrrad und Ergometer aber perfekt: Bei schönem Wetter lockt die Natur, bei schlechtem Wetter trainiert man gemütlich zu Hause.

 

Crosstrainer und Nordic Walking

Viele Menschen lieben das Joggen. Allerdings geht das auch ziemlich auf die Gelenke, vor allem bei der falschen Technik. Hier gibt es zwei Alternativen: Sowohl auf dem Crosstrainer als auch beim Nordic Walking werden die Gelenke gleichmäßig belastet und müssen keine harten Stöße abfedern. Zudem kann man die Belastung auf das Herz-Kreislauf-System sehr gut regulieren.

 

Dennoch gilt natürlich, dass Sie schonend trainieren und sich nicht überanstrengen sollten. Zur zusätzlichen Entlastung empfehlen sich außerdem orthopädische Hilfsmittel wie Bandagen. So ausgerüstet bleiben Ihre Bewegungen noch lange geschmeidig!

 

 

 

 

 

 

Startseite