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Haut und Make-up  – nicht immer eine glückliche Verbindung

Was haben sich Männer und Frauen nicht schon alles ins Gesicht geschmiert, um der Natur auf die Sprünge zu helfen! Schon die Ägypter schminkten sich und trugen Öle, Cremes und Salben auf ihr Gesicht auf. Im 16. Jahrhundert sorgten blei- und quecksilberhaltige Cremes für vornehme Blässe und Schönheitspflästerchen verbargen Pusteln.

 

Noch immer überdecken wir Hautunreinheiten, kaschieren Falten oder vergrößern Lippen und Augen optisch mit Farbe.

 

Ist das gut für die Haut?

Wie bei allen Dingen im Leben kommt es auf die richtige Wahl an. Viele Make-ups und dekorative Kosmetikartikel enthalten problematische Inhaltsstoffe, welche die Haut nicht wie versprochen verjüngen und pflegen, sondern sie auf Dauer belasten.

Dazu gehören Parabene, Silikone und Mineralöle, synthetische Duftstoffe und einiges mehr. Manche stehen sogar unter dem Verdacht, krebserregend zu sein. Sie können zu Allergien, Hautunreinheiten, zur Austrocknung der Haut und damit zu stärkerer Faltenbildung führen. Es ist darum besser, zu Naturkosmetik zu greifen, denn ihre natürlichen Inhaltsstoffe sind in der Regel besser verträglich. Doch wer von Natur aus schon eine empfindliche oder trockene Haut hat oder zu Hautunreinheiten neigt, sollte sich von einem Hautarzt oder einer versierten Kosmetikerin gründlich beraten lassen.

 

Nicht problemfrei

Bei einer Foundation beispielsweise muss nicht nur die Farbe zum Teint, sondern auch die Zusammensetzung zur Haut passen. Das falsche Produkt kann dazu führen, dass die Poren verstopfen und sich Mitesser und Pickel bilden oder sich bei trockener Haut die Fältchen verstärken. Das ist beispielsweise bei Make-ups mit hohem Puderanteil der Fall. Ein ungeeignetes Make-up unterbindet die Sauerstoffversorgung der Haut und raubt ihr die Elastizität. Auch Lippenstifte sind nicht unproblematisch. Oft ist ihr Fettanteil zu niedrig. Das trocknet die Lippenhaut schnell aus, denn Lippen besitzen keine Talgdrüsen, wie der Rest der Haut. Ein getönter Pflegestift eignet sich besser für zarte und geschmeidige Lippen. Inhaltsstoffe im Augen-Make-up können zu Bindehaut- entzündungen, Juckreiz oder geröteten Augen führen. Wimperntusche macht auf Dauer die Wimpern brüchig und lässt sie schneller ausfallen, besonders wenn sie über Nacht an Ort und Stelle bleibt.

 

Das A & O  – täglich abschminken

Was morgens aufs Gesicht kommt – Make-up, Lippenstift und Wimperntusche –, muss abends wieder runter. Geschminkte Haut braucht eine besonders intensive Reinigung. Denn nicht nur Schmutz- und Kleinstpartikel, die sich im Laufe des Tages sowieso auf der Haut sammeln, müssen entfernt werden, sondern auch alle Schminkrückstände. Bleiben sie auf der Haut, können sie die Poren verstopfen und zu Rötungen und Entzündungen führen. Weil das besonders gründlich erfolgen muss, ist auch das tägliche Abschminken eine Hautbelastung.

 

Deshalb: Einfach öfter mal ungeschminkt bleiben, damit sich die Haut erholen kann. Dafür lieber mehr Zeit in eine ordentliche Portion Pflege investieren und den Sonnenschutz nicht vergessen. Eine gut gepflegte, gesunde Haut steckt auch das Schminken besser weg.

 

 

 

 

 

 

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