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Sonnenbrillen für Kinder sind mehr als ein Accessoire

Nicht blenden lassen!

Den Coolness-Faktor steigert eine Sonnenbrille allemal, auch und gerade bei Kindern und Jugendlichen. Vor allem aber brauchen die jungen Augen Schutz.

 

Die elterliche Frage „Bist du schon eingeschmiert?“, wenn es die lieben Kleinen nach draußen zieht, ist in diesen Tagen nichts Besonderes, und das ist gut so. Doch nicht nur die Haut, auch die Augen brauchen Sonnenschutz. Kinder sind dabei auf die Sorgfalt ihrer Eltern angewiesen. Besonders wenn sie hellhäutig sind und helle Augen haben.

Denn dann fehlen ihnen wichtige Pigmenteinlagerungen, die dem Auge einen gewissen Schutz vor dem energiereichen UV-Licht der Sonne bieten. Doch auch Kinder mit dunkleren Augen brauchen bei starker Sonneneinstrahlung Augenschutz. Dazu eignen sich Krempenhüte und Schirmmützen, die die Augenpartie gut abschatten, und kindgerechte Sonnenbrillen. 

 

Wichtig: Blendschutz, UV-Schutz, CE-Kennzeichen

Die Stiftung Kindergesundheit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rät dazu, sich bei der Auswahl einer Kindersonnenbrille nicht nur am modischen Aussehen zu orientieren.

 

Klar, die Brille muss gefallen. „Aber entscheidend sind ein garantierter UV-Schutz, die richtige Blendschutzkategorie und eine hochwertige Verarbeitung.“

Die Berechnung der jeweiligen Blendschutz-Kategorie findet sich an der Innenseite der Bügel und reicht von 0 bis 4.

 

✺ Kategorie 0: 80 bis 100% Lichtdurchlässigkeit, sehr heller Filter, für abends

✺ Kategorie 1: 43 bis 80 % Lichtdurchlässigkeit, heller bis mittlerer Filter, für bedeckte Tage und die Stadt

✺ Kategorie 2: 18 bis 43% Lichtdurchlässigkeit, dunkler Universalfilter, besonders geeignet für den Sommer

✺ Kategorie 3: 8 bis 18% Lichtdurchlässigkeit, sehr dunkler Filter, gut geeignet für südliche Gefilde, helle Wasserflächen, den Strand und die Berge

✺ Kategorie 4: 3 bis 8% Lichtdurchlässigkeit, extrem dunkler Filter, geeignet für Hochgebirge und Gletscher

 

Eine Sonnenbrille für Kinder sollte mindestens einen Blendschutz der Kategorie 2 haben, im Gebirge und am Wasser besser noch Kategorie 3.

 

Was viele nicht wissen: Die Tönung der Gläser sagt nichts über den UV-Schutz aus. Sie reduziert lediglich das für das Auge sichtbare Licht. Eine Sonnenbrille sollte aber vor allem die Augen vor intensiver UV-Strahlung schützen, um so langfristigen Schäden vorzubeugen. Das CE-Kennzeichen auf der Bügelinnenseite belegt, dass die Sonnenbrille den grundlegenden Sicherheitsanforderungen von EU-Richtlinien entspricht. Gut ist die zusätzliche Bezeichnung „UV400“. Das bedeutet, dass alle Strahlen unter 400 Nanometer – also der gesamte UV-Bereich – gefiltert werden. Da es für die Kennzeichnung keinen Überwachungsschutz gibt, rät der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA), die Sonnenbrille im Fachhandel zu kaufen oder vom Optiker überprüfen zu lassen.

 

Last but not least: Die Sonnenbrille muss die Augen auch optimal abdecken. Die Gläser sollten mindestens bis zu den Augenbrauen und seitlich zum Gesichtsrand reichen. Brillen für Kinder sollten grundsätzlich aus Kunststoff gefertigt sein, um die Kinder vor Verletzungen zu schützen – außerdem sind Kunststoffgläser leichter.

 

 

 

 

 

 

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