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Kleines 1x1 der Mediennutzung mit Kindern

In der aktuellen Krise verbringen insbesondere Kinder mehr Zeit mit digitalen Medien. Wichtig ist hierbei, klare Regeln für die Mediennutzung zu vereinbaren und ein gesundes Gleichgewicht zwischen digitaler und realer Welt zu schaffen.

 

Gemeinsames Herumtollen mit Freunden auf dem Spielplatz, ein Besuch bei den Großeltern, das Lernen in der Klasse – was im Leben der meisten Kinder eigentlich völlig alltäglich ist, wird während der Corona-Pandemie mancherorts unmöglich. In der Folge müssen sich viele Kinder häufig selbst beschäftigen oder all das, was sonst im Klassenzimmer, auf dem Pausenhof, im Sportverein oder gemeinsam mit Freunden stattgefunden hat, digital erledigen. Das ist viel verlangt. Schließlich haben selbst wir Erwachsene manchmal Probleme mit der richtigen Mediennutzung. Deshalb ist es wichtig, mit den Kindern verbindliche Regeln für die Mediennutzung zu vereinbaren und sie nach Möglichkeit bei ihren Ausflügen in die digitale Welt zu begleiten.

 

Kinder nicht mit digitalen Angeboten alleine lassen

Viele Kinder verbringen aktuell mehr Zeit damit, Filme, Videos und Musik zu streamen, zu chatten oder Computerspiele zu zocken. Nichts davon ist per se schlimm. Schließlich sind die Möglichkeiten zum Zeitvertreib im Moment etwas eingeschränkt. Es kommt allerdings darauf an, die Zeit, die auf die Mediennutzung verwendet wird, bewusst zu begrenzen und zu strukturieren. Ein Anfang ist es, zunächst einmal die Inhalte auszuwählen, die erlaubt sind. Das können bestimmte Apps, Serien oder Fernsehsendungen sein, deren Inhalte altersgerecht und unproblematisch sind. So haben vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Vormittagsprogramm durch eine Reihe von Wissenssendungen erweitert, die schulische Themen oder auch Nachrichten kindgerecht aufbereiten.

 

Mediennutzung zur Strukturierung nutzen

Auch feste Zeiten für die Mediennutzung sind sinnvoll. Vormittags eine Sendung im Fernsehen, mittags chatten mit den Freunden, am Nachmittag die Lieblingsserie. Ein solcher „Medien-Stundenplan“ kann Kindern, aber vor allem auch Eltern, dabei helfen den Alltag wieder etwas stärker zu strukturieren. Am wichtigsten ist aber der Ausgleich zwischendurch, wenn der Bildschirm schwarz bleibt. Am besten wird diese Zeit zur „Erlebniszeit“, in der das Kind etwas Neues kennenlernt oder sich selbst ausprobieren kann – und so ganz nebenbei merkt, dass die wirklich spannenden Dinge in der echten Welt stattfinden.

 

Benimmregeln sind auch in der digitalen Welt wichtig

Neben der Medienkompetenz ist auch die soziale Kompetenz wichtig. Die ist in der digitalen Welt kaum zu erlernen. Zumindest gehen die Standards, nach denen die Menschen im Internet miteinander umgehen, weit auseinander und eignen sich häufig nicht als Vorbild. Eltern sollten deshalb mit ihren Kindern geeignete Benimmregeln aufstellen, damit sie auch in der digitalen Welt rücksichtsvoll mit ihren Mitmenschen umgehen. Außerdem können Eltern ihre Kinder dadurch auch vor ungewollten Kontakten schützen. Verletzt beispielsweise eine fremde Person die Regeln, die zuvor mit dem Kind vereinbart wurden, weiß dieses ganz genau, was es zu tun hat. Nämlich im Zweifelsfall das, was Peter Lustig in Löwenzahn immer am Ende der Sendung empfohlen hat: Abschalten.

 

 

 

 

 

 

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