©Volodymyr_AdobeStock

 

Gelenkig bis ins Alter

Mal eben raus aus den Straßenschuhen und rein in die gemütlichen Slipper, endlich die  gesammelten „Schätze“ der letzten Jahrzehnte aus der Garage räumen, danach noch ein Spaziergang durch den nahen Wald, während der nicht mehr ganz so kleine Enkel auf den Schultern thront – mit gesunden Gelenken läuft das alles buchstäblich wie geschmiert. Leider sind Gelenkschmerzen und damit verbundene Einschränkungen insbesondere während der zweiten Lebenshälfte weit verbreitet.

Es sind vor allem die großen Gelenke der Schultern, der Hüften und der Knie, die früher oder später die meisten Probleme bereiten. Die Ursachen hierfür sind meist eine andauernde Überbelastung oder eine Verletzung des Gelenks, in deren Folge chronische Beschwerden wie eine Arthrose entstehen können. Gerade bei jüngeren Menschen sind solche Verletzungen aufgrund von Sport oder Freizeitaktivitäten relativ häufig. Je älter die Patienten sind, desto häufiger sind auch Krankheiten wie Gicht oder Rheuma die Ursache für entsprechende Beschwerden.

 

Überbeanspruchung führt zu Folgeschäden

Am besten funktionieren unsere Gelenke, wenn wir sie regelmäßig gebrauchen, ohne sie dabei zu überlasten. Vor allem unser Eigengewicht spielt hierfür eine Rolle. Denn wenn unsere Gelenke ständig, eventuell schon seit Kindesbeinen an, ein Zuviel an Gewicht bewältigen müssen, verschleißen sie auch schneller. Aber auch schwere körperliche Arbeiten, Leistungssport oder Fehlstellungen können die Gelenke auf Dauer schädigen. Empfehlenswert für die Beweglichkeit und Stabilität unserer Gelenke ist hingegen leichter Sport wie Gymnastik oder Schwimmen. So verteilt sich die Gelenkschmiere genannte Flüssigkeit im Gelenkspalt optimal und schützt vor Schäden.

 

Verschiedenste Behandlungsmöglichkeiten

Wer immer wieder unter Gelenkschmerzen leidet, sollte den Gang zum Arzt nicht scheuen. Vielleicht sind die Ursachen klar und eine Behandlung ist daher sofort möglich. Die kann je nach Schwere des Schadens mithilfe schmerz- und entzündungshemmender Medikamente, Temperaturbehandlung, Bewegungstherapie oder aber auch durch eine Operation erfolgen. Häufig liegen die Gründe für Beschwerden jedoch im Dunkeln, sodass der behandelnde Arzt zunächst etwas Detektivarbeit erledigen muss, um zum Beispiel eine Entzündung der gelenknahen Schleimbeutel oder aber auch einen Tumorbefall auszuschließen.

 

Gelenkschutz durch Ernährung und Mobilität

Außer durch schonende Mobilisierung können wir unsere Gelenke vor allem durch eine gesunde Ernährung unterstützen. Ganz allgemein benötigen unsere Knochen vor allem Calcium und Vitamin D. Ersteres ist reichlich in Milch und Milchprodukten, Brot und Backwaren, Obst und Gemüse sowie Fischgerichten enthalten. Auch durch Mineralwasser mit hohem Calciumgehalt können wir den Bedarf decken. Vitamin D nehmen wir hingegen nur sehr begrenzt mit der Nahrung auf. Den Großteil bildet unser Körper selbst mithilfe von UV-Strahlung. Gerade deshalb ist es wichtig, sich möglichst im Freien zu bewegen.

 

So können wir nicht nur unseren Bewegungsapparat mobilisieren und den Vitamin-D-Speicher auffüllen,  sondern ganz nebenbei noch frische Luft schnappen und die Natur genießen.

 

 

 

 

 

 

Startseite