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Welcher Corona-Test ist für wen geeignet?

Corona spaltet die Gesellschaft. Während manche Deutsche einfach die Gefahr leugnen, die von dieser weltweiten Seuche ausgeht, macht sie vielen anderen große Angst. Seit Beginn der Pandemie wird daher auch intensiv über die Testverfahren diskutiert, von denen unterschiedliche Varianten angeboten werden. Aber wer sollte sich testen lassen? Und wenn, ja mit welchem Test?

 

Grundsätzlich werden aktuell vier Testverfahren unterschieden:

  • Die sogenannten PCR-Tests (Polymerase-Kettenreaktion) sind die sichersten Verfahren zum Nachweis der Erreger. Die Proben werden durch medizinisches Personal durch Abstriche im Mund-, Rachen- oder Nasenraum genommen und im Labor analysiert. Die Ergebnisse liegen frühestens nach 24 Stunden vor. Manchmal kann es sogar Tage dauern.
  • Bei den PCR-Schnelltests wird das gleiche Verfahren angewendet. Weil die Laboranalyse bereits in das Test-Set integriert ist, entfällt der Transport. Die Ergebnisse liegen nach weniger als einer Stunde vor. PCR-Schnelltests sind allerdings teurer als die Laborvariante. Im Zweifel können sie aber Anlass für weitere Untersuchungen sein.
  • Antigentests sind in der Anwendung sehr einfach. Sie müssen allerdings zum richtigen Zeitpunkt angewendet werden. Zu früh oder zu spät nach der Infektion können sie falsche Ergebnisse liefern. Da sie aber bereits nach einer halben Stunde den Erreger nachweisen, werden sie beispielsweise in Notaufnahmen der Krankenhäuser eingesetzt und geben dort wertvolle Hinweise. Positive Ergebnisse werden durch einen PCR-Test nachgeprüft.
  • Antikörpertests sind vor allem für medizinisches Personal geeignet. Sie weisen nach, ob das Immunsystem des Körpers nach einer Infektion schon Antikörper gegen den Erreger gebildet hat. Allerdings sagen sie nichts dazu, ob die Betroffenen selbst noch andere Menschen anstecken können oder gegen eine erneute Infektion geschützt sind.

 

 

Im Zweifel beraten lassen!

Aufgrund der unterschiedlichen Verfahren, der Geschwindigkeit und der Genauigkeit wird über den Einsatz der Corona-Tests immer wieder diskutiert. Aktuell ist vorgesehen, dass Lehrer und Erzieher die Antigentest regelmäßig selbst an sich vornehmen, um die Infektionsgefahr in Schulen und Kitas zu minimieren. Diese Tests eignen sich laut Bundesgesundheitministeriums auch besonders für Besucher, Beschäftigte, Bewohner und Patienten von Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie anderen medizinischen Einrichtungen. Fällt ein Antigen-Schnelltest positiv aus, wird auch hier zusätzlich ein PCR-Test (im Labor oder als Schnelltest) durchgeführt, um das Ergebnis zu überprüfen.

 

Wegen ihrer Zuverlässigkeit werden die PCR-Tests Standard bleiben. Mit ihnen getestet werden sollen insbesondere vier Gruppen. Dazu gehören Menschen mit Corona- typischen Symptomen wie Fieber oder plötzlich fehlendem Geschmacksempfinden, Menschen, die Kontakt zu nachgewiesen Infizierten hatten, Personen in Arztpraxen, Schulen, Kitas sowie in Asylbewerberheimen, wenn in der Einrichtung eine infizierte Person festgestellt wurde. Hinzu kommen Menschen, die von einer Reise in ein Risikogebiet zurückkehren.

Das alles ist zugegeben etwas kompliziert. Im Zweifel sollte man sich also durch einen Arzt beraten lassen – und das, wenn man Symptome hat, am besten erst einmal telefonisch.

 

 

 

 

 

 

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