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Den Kleinen Sicherheit schenken

Viele Erwachsene sind jetzt öfter daheim als früher, etwa weil sie im Home Office arbeiten, in Kurzarbeit sind oder gar ihren Job wegen der Corona-Krise verloren haben. Manch einer reagiert angespannt oder niedergeschlagen. Für Kinder ist die Situation erst recht schwierig. Tipps für Familien in Corona-Zeiten.

 

Der Alltag der Kleinen hat sich in den vergangenen Monaten sehr verändert: In Kindergärten und Schulen gelten viele neue Regeln. Manch eine Einrichtung ist wegen örtlicher Krankheitsfälle sogar geschlossen. Freizeitaktivitäten wie Sport, Musizieren oder auch nur der Gang in die Bilderbuchecke der Stadtteilbibliothek sind kaum noch möglich, ebensowenig Treffen mit Freunden oder gar Geburtstagsfeiern. Ganz zu schweigen vom allgegenwärtigen Mund-Nasen-Schutz, der ebenso nötig wie lästig ist und außerdem die Kommunikation erschwert. 

Was Kinder jetzt besonders brauchen, ist ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität. Organisationen wie der Deutsche Kinderschutzbund oder Save the Children geben dazu hilfreiche Tipps: 

 

Den Tag strukturieren

Strukturen und Tagesrhythmen sind für Kinder wichtig. Gerade wenn alltägliche Abläufe „aus dem Ruder“ geraten, können Eltern Halt schaffen – zum Beispiel mit festen Zeiten für das gemeinsame Essen, mit klaren Schlafenszeiten oder auch mit regelmäßig wiederkehrenden  Momenten für gemeinsames Spielen, Vorlesen, Basteln oder auch mal Fernsehen.

 

Miteinander reden

Nicht nur Kindern hilft es, wenn sie offen über ihre Gefühle reden können. Fragen Sie nach, was Ihr Kind gerade beschäftigt. Das können belastende Gefühle sein, aber auch Dinge, die Ihr Kind gerade gerne tut – zum Beispiel welche Musik es mag oder was es gerade am liebsten spielt. Versuchen Sie das, was Sie hören, nicht zu bewerten. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es völlig in Ordnung ist, sich so zu fühlen, wie es sich fühlt. Falls es eher traurig ist, können Sie gemeinsam überlegen, wie Sie die Situation – Schritt für Schritt – gemeinsam verbessern können.

 

Gemeinsam arbeiten

Vor allem kleinere Kinder freuen sich sehr, wenn sie das Gefühl haben, Dinge zu tun, die sonst eigentlich Erwachsenen vorbehalten sind, erst recht, wenn es ums „Mithelfen“ geht. Aufgaben wie Spülmaschine ausräumen, Obst abwaschen oder den Tisch decken erfüllen gerade jüngere Kinder oft mit Stolz und geben ihnen auch Vertrauen in ihre Fähigkeiten, den (neuen) Alltag bewältigen zu können. 

 

Mit Oma und Opa kommunizieren

In Zeiten des Corona-Virus wird immer wieder betont, dass ältere Menschen besonders gefährdet sind – und daher besonders geschützt werden müssen. Das bedeutet für viele Kinder, dass sie ihre Großeltern nicht wie früher besuchen können. Das ist zwar nicht schön, bietet aber immerhin die Chance, für Oma und Opa etwas zu malen, einen Brief zu schreiben oder auch ein Lied aufzunehmen. Und natürlich sind auch Anrufe – sei es über WhatsApp, Facetime, Skype oder was auch immer – eine gute Möglichkeit, die Verbindung zu halten. 

 

 

 

 

 

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