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Die Corona-Warn-App

Auf dem Display der meisten Smartphones tummeln sich neben den Symbolen für Telefonieren, Internet, Kalender und Kamera meist noch eine ganze Reihe von Apps. Manche haben wir zur bloßen Unterhaltung auf dem Handy. Andere dienen aber auch ganz konkret der Gesundheit, insbesondere die am 15. Juni veröffentlichte deutsche Corona-Warn-App, die mittlerweile millionenfach heruntergeladen wurde.

 

Apps, die die Infektionsketten von Corona nachverfolgen sollen, gibt es in mehreren Ländern. Aber in kaum einem anderen Land wurde sie so häufig installiert wie in Deutschland. Das liegt wohl auch daran, dass der deutschen Warn-App von Datenschützern ein überwiegend positives Zeugnis ausgestellt wurde. Ein entscheidender Grund hierfür: Die erhobenen Kontaktdaten werden nicht zentral gespeichert, sondern nur auf den jeweiligen Smartphones.

 

Ende Juni wurde kritische Marke erreicht

Das Vertrauen in die App und ihren Nutzen führte Ende Juni dazu, dass die entscheidende Marke von 15 Prozent geknackt wurde. 15 Prozent der Bevölkerung, das ist laut einer Studie des Department of Medicine der Universität Oxford die Grenze, die überwunden werden muss, damit eine Corona-Warn-App tatsächlich bei der Nachverfolgung von Infektionsketten hilft – und schnelle Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung eingeleitet werden können.

 

Wie die Corona-Warn-App funktioniert

Die deutsche App nutzt Bluetooth, um die Entfernung und die Dauer zu messen, während derer sich zwei Handynutzer näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Wird einer der Nutzer dann positiv getestet, werden nachträglich alle anderen Anwender gewarnt, die sich über einen längeren Zeitraum in dessen Nähe aufgehalten haben. Diese Nutzer, die sich angesteckt haben könnten, haben dann die Möglichkeit, sich auch ohne Symptome auf Kosten ihrer Krankenkasse testen zu lassen. Allerdings gibt es technische Faktoren, die den Einsatz der App beschränken. So erkennt die App beispielsweise nicht, ob sich zwischen zwei Personen eine Glasscheibe befindet, durch die sie sich nicht anstecken können. Außerdem müssen Infizierte nach der Verifikation des Testergebnisses durch das Gesundheitsamt selbst in die App eintragen, dass sie positiv getestet wurden. Händewaschen und Schutzmasken kann die App also nicht ersetzen.

 

Download:  www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app

 

 

 

 

 

 

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