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Corona und die Folgen fürs Gewicht

Regelmäßig wird auf die dramatischen Gesundheitsfolgen aufmerksam gemacht, die das grassierende Übergewicht in den Industrienationen verursacht und noch verursachen wird. Schon jetzt sind hierzulande 62 Prozent der Männer und 47 Prozent der Frauen übergewichtig. In den letzten Monaten hat sich dieses Problem wegen Corona noch weiter verschärft. Höchste Zeit, das Bauchfett wieder in die Schranken zu weisen bzw. in den einst passgenau sitzenden Hosenbund.

 

Die Waage lügt nicht, wir sind dicker geworden. Aber wie konnte das passieren? Die Antwort hierauf ist nicht wirklich schwer, wohl aber schwerwiegend: Während die Fitnessstudios geschlossen hatten, waren wir angehalten, möglichst zu Hause zu bleiben und nur vor die Tür zu gehen, wenn es unbedingt nötig war. Auch viele Büros und die meisten Geschäfte fuhren den Betrieb herunter oder stellten ihn ganz ein. Stattdessen checkten wir im Homeoffice ein, quasi ein Pendlerdasein im winzigen Stil, das sich zwischen Bett, Schreibtisch und der Kaffeemaschine in der Küche abspielte. Und der ein oder andere ungesunde Snack während des allabendlichen Serienmarathons dürfte auch mitverantwortlich für die zusätzlichen Kilos gewesen sein.

 

Wissenschaft stützt Bauchgefühl

Die Folgen des Lockdowns für unseren Body-Mass-Index sind sogar wissenschaftlich belegt: Eine repräsentative Studie ergab kürzlich, dass fast ein Fünftel aller Deutschen während der letzten Monate an Gewicht zugelegt hat. Neben weniger Bewegung ist hierfür wohl vor allem eine ungesündere Ernährung verantwortlich. Ein Hinweis darauf, dass diese Theorie stimmt: Im gleichen Zeitraum verzeichnete der Internationale Süßwarenverband ein Verkaufsplus im zweistelligen Prozentbereich. Die Folge hiervon ist aber nicht nur zunehmendes Übergewicht. Damit einher gehen laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auch ein höheres Risiko für Diabetes Typ 2 sowie Herz-Kreislauf- oder Gelenkerkrankungen.

 

Normale Aktivität und gezielte Bewegung

Für mehr Bewegung brauchen wir seit der Lockerung der Schutzmaßnahmen nicht viel zu tun. Vermutlich hat es ohnehin jeden von uns sofort nach draußen getrieben, sobald es wieder die Möglichkeit dazu gab. Wer aber gezielt Gewicht verlieren möchte, sollte darauf achten, halbwegs regelmäßig auch einmal außer Puste zu geraten. Gute Gelegenheiten hierfür sind Radfahren, Joggen oder auch  die Gartenarbeit. Und wer möchte, kann natürlich auch wieder ins Fitnessstudio gehen. Dort gilt aber auch weiterhin: Maske auf.

 

Gesund und regelmäßig

Wer nun aber einfach eine Mahlzeit auslässt, tut seinem Körper nicht wirklich einen Gefallen. Denn am Ende überkommt uns dadurch der Heißhunger und wir schlagen sofort wieder über die Stränge. Besser sind regelmäßige Mahlzeiten, beispielsweise drei Hauptmahlzeiten mit kleinen Snacks wie Obst, Gemüsesticks oder Nüssen, oder aber drei kleinere Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten.

 

Als Faustregel gilt: Zwischen den Mahlzeiten sollten wir zwischen zwei und zweieinhalb Stunden ohne Essen auskommen. Und wer doch das Gefühl hat, der Magen sei ganz hohl, der sollte stattdessen ein Glas Wasser trinken. Das gehört gerade jetzt im Sommer ohnehin zu einer gesunden Ernährung dazu.

 

 

 

 

 

 

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