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Hörgesundheit:

Neuer Online-Hörtest misst Sprachverstehen

Gutes Hören ist viel mehr als „laut“ und „leise“. Im Alltag müssen die Ohren aus einer Vielzahl von Schallquellen blitzschnell das Wichtige heraushören und das Unwichtige ausblenden. Denn der Nutzschall, meistens die menschliche Sprache, wird oft von Störgeräuschen überlagert. Deshalb machen sich Hörminderungen anfangs vor allem in geräuschvoller Umgebung bemerkbar. Da in Ruhe wieder alles gut zu sein scheint, kann man selbst kaum beurteilen, ob es nur die schwierigen akustischen Bedingungen sind oder ob es an den eigenen Ohren liegt, wenn die Verständigung nicht mehr so gut klappt.

 

Ein neuer Online-Hörtest berücksichtigt genau diese Zusammenhänge. Und noch mehr: Der Test ist einfach und in rund drei Minuten online durchgeführt. Notwendig sind Internet-Zugang, Lautsprecher oder Kopfhörer und eine ruhige Umgebung. So lässt sich im Selbsttest überprüfen, wie gut wir Sprache verstehen, wenn sie von Störschall überlagert wird. Das Verfahren ist wissenschaftlich evaluiert und das Ergebnis aussagekräftig.

 

Der „Ziffern-Tripel-Test“

Er wurde vom HörTech Kompetenzzentrum in Oldenburg entwickelt und steht für eine große Genauigkeit der Messergebnisse. Zwar ersetzt der Hörtest nicht die fachgerechte Überprüfung der Ohren durch einen Hörakustiker, aber er gibt den Menschen eine realistische Einschätzung ihrer Hörleistung. Beim bewussten und konzentrierten Hören der Testsequenzen wird außerdem deutlich, wie schnell Unsicherheiten beim Verstehen ähnlich klingender Laute entstehen können und welche Präzisionsarbeit das Gehör im täglichen  Leben leisten muss.

 

So funktioniert der Test

Es werden Hörproben mit zufälligen Kombinationen von jeweils drei Ziffern gesprochen, während im Hintergrund ein gleichbleibendes Rauschen zu hören ist. Nach jeder Darbietung müssen die drei Ziffern, die verstanden wurden, über das Zahlenfeld auf dem Bildschirm eingegeben werden. Wurden alle Ziffern richtig verstanden, steigt die Schwierigkeit beim nächsten Mal. Bei mindestens einer falsch eingegebenen Ziffer wird die nächste Hörprobe wieder leichter. Zum Abschluss erfolgt eine Einschätzung, wie gut Sprache im Störgeräusch verstanden wird. Je nach Ergebnis gibt es dann Empfehlungen für eine weiterführende Beratung durch einen Hörakustiker.

 

Ohren regelmäßig überprüfen lassen

Aber auch wenn der Test keine Hinweise auf Hörminderungen zeigt, ist es ratsam, die Ohren in regelmäßigen Abständen von 6 bis 12 Monaten zu überprüfen. Denn das Gehör aller Menschen verändert sich im Laufe des Lebens. Das geschieht meistens so langsam, dass die Unterschiede selbst kaum bemerkbar sind und man sich nach und nach an das schlechter werdende Hören gewöhnt. Um die zunehmende Höranstrengung und den Verlust an Lebensqualität zu vermeiden, ist es umso wichtiger, seinen Hörstatus aktuell zu kennen. Nur so kann bei Bedarf mit Hörsystemen vom Hörakustiker das Hören verbessert werden.

 

Der Ziffern-Tripel-Test bietet einen schnellen und problemlosen Zugang zur persönlichen Hörprävention auf diesen Websites:

 

 

 

 

 

 

 

 

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