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FORSCHUNG AKTUELL:

Geistig fit mit Hörgeräten vom Hörakustiker

Dass Hören und kognitive Fähigkeiten sich unmittelbar beeinflussen, wird schon bei leichten Hörminderungen deutlich, so das Ergebnis einer Ende 2019 veröffentlichten Studie der Columbia University. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Rückgang der kognitiven Fähigkeiten durch die rechtzeitige Versorgung mit Hörgeräten gemindert werden kann.


Untersuchungen zeigen in den entsprechenden Bereichen des Gehirns ausgeprägte Überlastungen, wenn Probanden sich auf Gehörtes konzentrieren, das durch Störgeräusche oder Hörminderungen beeinträchtigt ist. Die Betroffenen fangen an, die anstrengenden Hörsituationen zu meiden. Dadurch kommt es zur Unterforderung des Hörzentrums und zum Abbau von Hirnstrukturen.


Die Hörakustik und die Versorgung mit Hörgeräten gewinnt damit auch für diese Bereiche der Gesundheit an Bedeutung. Immer mehr Menschen beginnen zwar, den Wert des guten Hörens für sich zu erkennen, die weitreichenden Auswirkungen bei der Prävention von Demenzerkrankungen und dem Erhalt der geistigen Fitness werden aber immer noch unterschätzt.


Für Justin Golub, den Leiter der aktuellen Studie, ändert sich durch die neuen Erkenntnisse auch der Blickwinkel auf gutes Hören und Schwerhörigkeit: „Erkläre einem Menschen, dass er durch laute Musik später schwerhörig sein wird, mit stark erhöhtem Demenzrisiko – es interessiert ihn kaum. Wenn du aber sagst, Hören ist gut für dein Gehirn, sieh zu, dass du immer gut hörst, umso fitter bist und bleibst du – dann dürfte es nachhaltig wirken.“

 

 

 

 

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