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Jetzt noch sein Immunsystem Stärken!

Die Abwehrstärke des Immunsystems entscheidet darüber, ob eine Infektion mit Erregern einfach „weggesteckt“ wird, oder ob sie zu einer (schweren) Erkrankung führt. Die Abwehrkräfte in diesen schwierigen Zeiten ein wenig zu stärken kann also nicht schaden.

 

Gut essen

Ganz oben auf der Liste sollte eine ausgewogene Ernährung stehen. Denn nur sie sorgt dafür, dass der Körper alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente erhält, die er braucht. Für eine gute Darmfunktion – das Zentrum der Immunabwehr – sollten zudem genügend Ballaststoffe aufgenommen werden. Das ist in der Regel der Fall, wenn Vollkornprodukte, Obst und Gemüse konsumiert werden, lässt sich aber noch steigern, wenn Knäckebrot konsumiert wird. Zwischen 15 bis 17 Gramm Ballaststoffe stecken in Knäckebrot pro 100 Gramm, bei Vollkornbrot ist es etwa die Hälfte.

 

Salzkonsum senken

Eine aktuelle Studie unter Federführung des Universitätsklinikums Bonn hat herausgefunden, dass salzreiche Kost nicht nur ungünstig für den Blutdruck ist, sondern auch für das Immunsystem. Testpersonen zeigten erhebliche Immundefizite, wenn sie täglich 6 Gramm Salz zu sich nahmen. Das entspricht etwa der Menge, die in zwei Fastfood-Mahlzeiten enthalten ist – also zwei Burgern und zwei Portionen Pommes frites. Laut WHO liegt die Obergrenze für Erwachsene bei 5 Gramm Salz, das ist etwa ein Teelöffel. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts kommen Männer im Schnitt auf 10 und Frauen auf gut 8 Gramm täglich. Mit der Einschränkung des Salzkonsums lässt sich das Immunsystem also ebenfalls unterstützen. 

 

Genug Schlaf

Dauer und Qualität des Schlafs beeinflussen das Immunsystem. Studien zeigen, dass im Schlaf die Zahl der natürlichen Abwehrzellen steigt. Ausreichend und erholsam zu schlafen, unterstützt die Abwehrkräfte. Im Grunde hat das jeder auch schon am eigenen Leib gespürt. Denn wer krank ist, fühlt sich in der Regel auch müde. Damit holt sich der Körper das, was er in der Situation braucht – wir schlafen uns gesund.

 

Psyche stärken

Die ausgeglichene Psyche spielt eine wichtige Rolle für die Stärke des Immunsystems. In diesen schwierigen Zeiten ist es nicht so einfach, die Nerven zu behalten. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde hat dazu folgende Tipps:

  • Nicht alles glauben, sondern sich richtig informieren: Seriöse Quellen sind die Seiten des Bundesgesundheitsministeriums, des Robert-Koch-Instituts(RKI) oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
  • Positive Alltagsgestaltung mit täglicher Routine stärkt das seelische Gleichgewicht: regelmäßige Mahlzeiten, genug Schlaf, Bewegung – wenn es draußen nicht möglich ist, Gymnastik in der Wohnung. (Bewegung hilft beim Stressabbau).
  • Kontakt halten über alle verfügbaren Medien. Gegenseitige Unterstützung und Nachbarschaftshilfe.
  • Sich nicht in negative Gefühle hineinsteigern, sondern sich auf die positiven konzentrieren.

l Bei nicht bewältigbarer psychischer Belastung professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

 

 

 

 

 

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