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TRIGEMINUS-NEURALGIE: 

Schmerzattacke auf das Gesicht

Die Trigeminus-Neuralgie gehört zu den am weitesten verbreiteten Formen von Nervenschmerzen. Trotzdem betrifft sie gerade einmal vier von 100.000 Menschen.


Für die Betroffenen ist es so, als würde ihnen aus heiterem Himmel ein Blitz ins Gesicht fahren. In der Regel dauern die Attacken bloß wenige Sekunden, manchmal jedoch auch bis zu zwei Minuten. Allerdings können sie sich über Tage oder Monate hinweg mehrmals täglich ereignen. Je weiter der Erkrankungsverlauf fortgeschritten ist, desto häufiger treten die Schmerzen nicht mehr spontan auf, sondern als Reaktion auf äußere Reize wie Mimik, Kauen, Sprechen, Schlucken, Berührungen oder einen kalten Luftzug. Stress kann ebenfalls eine Attacke triggern. Die Ursache einer Trigeminus-Neuralgie ist in der Regel eine dauerhafte Reizung des Nervs durch eine nahe gelegene Hirnarterie, deren Pulsieren einen Kurzschluss innerhalb des Nervengewebes auslöst.


BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN
Medikamente verschaffen rund 90 Prozent der Betroffenen bereits eine deutliche Linderung der Beschwerden. Ist dies nicht der Fall oder treten zu starke Nebenwirkungen auf, können auch verschiedene operative oder strahlentherapeutische Verfahren in Betracht gezogen werden. Von einer Akkupunktur, wie sie manchmal empfohlen wird, ist hingegen abzuraten, da sie entgegen der beabsichtigten Wirkung ebenfalls zu einer Schmerzattacke führen kann.

 

 

 

 

 

 

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