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Erschöpft ohne Ende?

Neben der „lähmenden Erschöpfung“ macht sich das CFS vor allem durch grippeähnliche Symptome wie Halsschmerzen und geschwollene Lymphknoten bemerkbar, dazu oft Muskelverspannungen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden, Verlust der Libido, Stimmungsschwankungen sowie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, informiert das Portal der Neurologen und Psychiater im Netz. Von CFS spricht man, wenn die Leistungsfähigkeit der Betroffenen gegenüber dem gesunden Zustand mindestens sechs Monate lang um mehr als die Hälfte verringert ist. Meist, aber nicht immer beginnt die Krankheit plötzlich, typischerweise nach einer heftigen (Virus)Erkrankung.

 

Die genauen Ursachen der Erkrankung sind bisher nicht bekannt. Experten vermuten, dass Infektionen, Immundefekte und hormonelle Störungen zu den Auslösern zählen. Auch berufliche und private Belastungen und der individuelle Umgang damit spielen eine wichtige Rolle. Bewegungsmangel oder einseitige Ernährung können die Symptome verstärken.So schwierig wie die Ursachenfindung ist auch die Diagnose – es gibt dazu keine eindeutigen Biomarker und deshalb beispielweise auch keinen (Blut)Test.

 

Wie der Bundesverband Chronisches Erschöpfungssyndrom Fatigatio e.V. berichtet, kann die Diagnose CFS dann gestellt werden, wenn neben dem zentralen Symptom der Erschöpfung mindestens vier der genannten Nebensymptome vorliegen. Darüber hinaus müssen andere Krankheiten wie etwa Schilddrüsen-, Herz-, Lebererkrankungen, krankhaftes Übergewicht, Multiple Sklerose, Tumorerkrankungen, Diabetes und auch schwerwiegende psychische Erkrankungen als Ursachen ausgeschlossen werden.

Für die Betroffenen bedeutet die chronische Erschöpfung zunächst das Ende oder eine lange Unterbrechung ihrer aktiven Zeit sowohl im Beruf als auch im Privatleben, oft leider auch eine erhebliche Beeinträchtigung ihrer sozialen Kontakte überhaupt. Dabei sind die meisten von ihnen in den "besten" Lebensjahren zwischen 20 und 60.

 

Symptome lindern

In der Behandlung geht es vor allem darum, die Symptome zu lindern, beispielsweise durch Schmerzmedikamente oder durch das Erlernen hilfreicher Verhaltensweisen  - etwa einem geregelten Tagesablauf mit festen Mahlzeiten und Phasen für Aktivität und Erholung zu folgen, sich vollwertig und ausgewogen mit viel Obst und Gemüse zu ernähren, sich achtsam mehr zu bewegen und/oder Entspannungsverfahren zu erlernen und regelmäßig zu praktizieren. „Sein Sie dabei geduldig mit sich selbst und setzen Sie sich realistische Etappenziele“, rät der Fatigatio e. V. Bundesverband (www.fatigatio.de).

 

 

 

 

 

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