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Unfallort Haushalt: Der Garten

Gerade in den Ballungszentren ist ein Garten für viele Menschen ein Rückzugsort von der Hektik, dem Lärm und dem Stress des Alltags. Leider kann beim Umgang mit Rasenmäher, Schaufel und Gartenschere auch schnell mal etwas passieren, sodass sich der geschätzte und geliebte Rückzugsort doch ganz plötzlich in einen Unfallort verwandelt.

 

Fast jeder 5. Haushaltsunfall geschieht im Garten, das sind circa 200.000 Unfälle im Jahr. Meist handelt es sich dabei um Schnitt- oder Stichverletzungen. Gleich danach rangieren Unfälle durch Stürze, beispielsweise beim Heckenschnitt, dem Säubern von Regenrinnen oder dem Obstpflücken.

 

Vorsicht bei Elektrogeräten

Besonders wichtig ist die Benutzung von Gartengeräten mit dem GS-Prüfzeichen des TÜV. Um die regelmäßige Pflege und Wartung kommt man aber selbst mit Prüfzeichen nicht herum. Gerade bei Arbeiten mit der elektrischen Heckenschere, der Kettensäge oder dem Rasenmäher empfiehlt sich eine Schutzbrille, die umherfliegende Kleinteile abhält. Robustes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe sind ebenfalls ihr Geld wert. Achten Sie bei elektrischen Geräten außerdem unbedingt darauf, dass die Geräte vom Strom getrennt sind, bevor Sie in bewegliche Teile greifen. Insbesondere Klingen können schnell zu schweren Schnittverletzungen oder sogar dem Verlust von Gliedmaßen führen. Stromkabel sollten zudem in gerader Linie vom Gerät wegführen, damit sie nicht versehentlich durchtrennt werden. Da ein Garten alles andere als ein Trockenraum ist, sollten auch alle Leitungen, Verteilerkästen und Steckdosen einen entsprechenden Nässeschutz aufweisen.

 

Der Garten als Spielplatz

Für Kinder ist der Garten der ideale Ort zum Spielen und Erkunden. Damit ihnen dabei trotz aller Ausgelassenheit nichts passiert, empfiehlt es sich, einige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Gerade Teiche, Planschbecken oder Wassertonnen können selbst bei niedrigem Wasserstand eine echte Gefahr darstellen, weshalb sie immer abgedeckt, verschlossen und eventuell auch eingezäunt sein sollten. Gartengeräte, Chemikalien und auch Spielzeug sollten nach der Benutzung wieder sicher verstaut werden. Auf Giftpflanzen, die nur allzu schnell in neugierigen Mündern verschwinden, lässt sich dagegen meist ohnehin gut verzichten. Zu guter Letzt sollten Sie sich überlegen, ob die rostige Schaukel, auf der Sie schon vor dreißig Jahren durch die Luft geflogen sind, sich ihren Feierabend mittlerweile nicht redlich verdient hat.

 

Das Kreuz mit dem Kreuz

Eine leider allzu häufige Folge von Gartenarbeit sind Rückenschmerzen. In den meisten Fällen resultieren sie schlicht aus einer falschen Arbeitsweise und ließen sich einfach vermeiden. So sollten Sie möglichst nicht gebückt arbeiten und Geräte mit langen, ergonomisch geschwungenen Griffen und (Teleskop-)Stielen verwenden. Trotzdem kommt man aus dem Stand manchmal einfach nicht weiter. Dann sollten Sie lieber in die Hocke gehen, als sich vornüber zu beugen, das ist rückenschonender. Generell ist für die Gartenarbeit eine einigermaßen trainierte Rücken-, Bauch-, Hüft-, Bein- und Schultermuskulatur empfehlenswert. Dann wird Ihr Körper Ihnen die Gartenarbeit danken, nicht vergelten.

 

 

 

 

 

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