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Besser essen bei Bluthochdruck

Er ist einer DER Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – der Bluthochdruck. Doch wer nicht regelmäßig zum Arzt geht, kennt seinen Blutdruck meist gar nicht. Bluthochdruck schmerzt nicht, verursacht zunächst keine Probleme und bleibt deshalb lange unbemerkt. Viele Herzinfarkte oder Schlaganfälle ließen sich vermeiden, wenn der Blutdruck im Normbereich wäre. Ernährung spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

 

Bluthochdruck entsteht, wenn das Herz stärker pumpen muss, um das Blut durch den Körper zu bewegen. Dafür schlägt das Herz täglich gut 100.000-mal. Das ist anstrengend, sowohl für die Pumpe als auch für die Blutgefäße. Ihre Wände müssen dem Druck des durch sie hindurch strömenden Bluts standhalten und elastisch darauf reagieren. Je nach Belastung verändert sich der Blutdruck. In Ruhe ist er niedriger, bei Belastung höher. Wenn der Körper mehr Sauerstoff braucht, muss das Herz mehr pumpen, damit alle Organe ausreichend versorgt werden. Kommt der Körper wieder zur Ruhe, sinkt der Blutdruck wieder in seinen normalen Bereich.

 

Zu viel Druck kann tödlich enden

Bleibt der Blutdruck konstant erhöht, stehen die Gefäßwände zu oft und zu lange unter Druck. Sie verlieren ihre Elastizität und ihre Innenwände verändern sich. Das begünstigt die Ablagerung von Kalk und Fetten. Dieser Prozess wird wiederum durch eine falsche Ernährung, die zu erhöhten Cholesterinwerten im Blut führt, und durch Rauchen gefördert. Verkalken die Gefäße, entsteht die sogenannte Arteriosklerose – Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.

 

Äußere Faktoren, wie ständiger Stress, Lärm oder schlechter Schlaf, die das Bluthochdruckrisiko erhöhen, lassen sich oft nur schwer beeinflussen. Andere dagegen hat man selbst in der Hand. Dazu gehören Übergewicht, Bewegungsmangel, zu viel Kochsalz im Essen und zu viel Alkohol.

 

Richtig essen

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle, um Bluthochdruck vorzubeugen. Gleichzeitig hilft sie auch, das Gewicht zu halten. Wer zu schwer ist, sollte im Hinblick auf das Hochdruckrisiko in jedem Fall abspecken.

Ungünstig sind einfache Kohlenhydrate, Süßes und tierische Fette. Ab und zu mal ein Teller Spaghetti ist kein Problem, solange auch regelmäßig Vollkornprodukte gegessen werden und die Ernährung fettarm und eiweißreich ist. Wenn Fett benutzt wird, sollte es hochwertig sein und reich an ungesättigten Fettsäuren. Weißes Fleisch ist rotem vorzuziehen, also lieber Geflügel als Schweine- oder Rindfleisch und lieber Fisch als Fleisch. Salz (Natrium) ist ein Blutdrucktreiber, Kalium sein Gegenspieler. Deshalb ist eine salzarme und kaliumreiche Ernährung empfehlenswert. Wurstwaren oder Fertiggerichte, salzige Nüsse oder Chips, die häufig sehr viel Salz enthalten, sollten nicht mehr auf den Tisch kommen. Bei Obst, wie Bananen, Aprikosen, Kiwis oder Honigmelonen, bei allen Kohlgemüsen, Hülsenfrüchten, Karotten, Kohlrabi, roten Paprika, Tomaten oder Sellerie darf dagegen unbeschwert zugegriffen werden. Auf Alkohol sollte möglichst verzichtet werden.

 

 

 

 

 

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