©fotodays –AdobeStock

 

Schmerzen fast aus dem Nichts

Niemand mag Schmerzen. Ganz besonders unangenehm sind sie jedoch, wenn noch nicht einmal ihre Ursache greifbar ist, wenn da kein blauer Fleck, kein Kratzer oder Schnitt ist, aus dem Blut tropft. Dies ist bei Nervenschmerzen, den sogenannten Neuralgien, der Fall. Sie setzen meist ganz plötzlich und unvermittelt ein, können ausgesprochen heftig sein und verursachen den Betroff enen einen enormen Leidensdruck.

 

Normalerweise fungieren die Nervenbahnen als Übermittler von Schmerzreizen. Bei einer Neuralgie sind sie jedoch selbst der Auslöser des Schmerzes. In Deutschland leiden rund 3,5 Millionen Menschen an einer Neuralgie, die meist als brennend, kribbelnd oder stechend empfunden wird. Dabei unterscheiden Ärzte zwischen einer peripheren, also die sich durch den Körper ziehenden Nerven betreffend, und einer zentralen Neuralgie, die vom Rückenmark oder dem Gehirn ausgeht.


Die Behandlung einer Neuralgie ist schwierig – nicht nur, weil herkömmliche Schmerzmedikamente bei einer Neuralgie unwirksam sind, sondern auch, weil meist nur eine individuell zusammengestellte Kombination verschiedener Behandlungsmethoden erfolgreich ist. Neben speziellen Schmerzmitteln auf Basis von Antiepileptika, Antidepressiva und Opiaten können auch Kälte- und Wärmebehandlungen, Physio- und Ergotherapie, eine Behandlung mit Schwachstrom Linderung verschaffen. Pfl aster mit bestimmten Wirkstoffen können bei einer stark eingegrenzten Schmerzregion ebenfalls zum Einsatz kommen.

 

 

 

 

 

Startseite