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Hilfe, wenn die Pollen fliegen

Nun fliegen sie wieder. Die ersten Bäume und Sträucher entlassen ihre Pollen und für Allergiker beginnt die alljährliche Leidenszeit. Was lässt sich tun? Bei Heuschnupfen werden grundsätzlich drei Dinge empfohlen: Allergenkontakt vermeiden, Heuschnupfen- Medikament und die spezifische Immuntherapie.

 

Allergie-Karenz

Dem Allergieauslöser aus dem Weg zu gehen ist bei Pollenallergie ganz einfach, sie sind quasi überall. Trotzdem kann man einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

  • Urlaub in die Zeit legen, in der das Hauptallergen blüht und sich in „pollenarme“ Regionen flüchten: Meeresstrände oder Hochgebirge.
  • Outdoor-Aktivitäten mit dem Pollenflug-Kalender bzw. mit der Pollenflug-Vorhersage koordinieren.
  • Während der „Hochsaison“ die Fenster möglichst geschlossen halten und während der pollenarmen Zeiten lüften. In der Stadt ist die Pollenbelastung abends am größten, auf dem Land in den frühen Morgenstunden.
  • Abendliches Haarewaschen, regelmäßiges feuchtes Wischen der Wohnung und ein Pollenfilter in der Klimaanlage minimieren den Pollenkontakt (Filter regelmäßig wechseln!).
  • Straßenkleidung nicht im Schlafzimmer aufbewahren und während der Pollenflugzeit keine Wäsche im Freien trocknen.

 

Medikamente

Medikament gegen Heuschnupfen dienen der Symptomlinderung, können aber nicht die Ursache beseitigen. Eingesetzt werden Mastzellstabilisatoren (Cromone), Antihistaminika, Cortison, Alpha-Sympathomimetika und Leukotrien-Antagonisten für Patienten, die an Heuschnupfen und allergischem  Asthma leiden. Je nach Wirkstoff erfolgt die Anwendung als Tropfen, Spray, Tabletten oder Inhalation.

 

Spezifische Immuntherapie

Sie ist die einzige ursächliche Therapie und packt das Übel an der Wurzel. Dabei erhält der Patient die allergieauslösenden Pollen entweder in Form einer sich langsam steigernden Dosierung als Injektion (Subkutane Immuntherapie, SIT) oder in Form von Tabletten oder Tropfen in einer gleichbleibenden Dosierung (Sublinguale Immuntherapie, SLIT). So soll das Immunsystem sich langsam an das Allergen gewöhnen, damit es bei Kontakt nicht überreagiert. Für beide Immuntherapien werden drei Jahre empfohlen, eine SIT sollte drei bis vier Monate vor der Pollensaison begonnen werden.

 

 

 

 

 

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