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Arthrose:
Mit Nährstoffen gegen Entzündungen

 

Das tut weh: Wenn die Gelenke steif werden und die Knorpelsubstanz weniger wird, sprechen Mediziner von Arthrose. Neben Alter und (Fehl)-Belastung der Gelenke beeinflusst auch die Ernährung die Entwicklung der Krankheit.

 

Arthrose geht oft mit Übergewicht einher. Schon fünf Kilo zu viel verdoppeln nach Informationen des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums Adipositas-Erkrankungen (IFB) Leipzig das persönliche Risiko einer Kniearthrose. Die gute Nachricht: Wer überschüssiges Gewicht auf Dauer reduziert, entlastet Hüft-, Knie- und Knöchelgelenke. So zeigen Studien, dass die Beschwerden einer Kniearthrose bei übergewichtigen Menschen schon nach drei Monaten deutlich zurückgehen, wenn sie abnehmen.

Aber nicht nur wegen dieser Entlastung ist es gesund, überschüssiges Fett abzubauen, betont Diplom-Ernährungsberaterin Kirsten Scheuer aus Zürich. „Noch wichtiger ist, dass mit der Reduktion des Fettgewebes auch entzündungsfördernde Adipokine weniger werden.“ Diese Hormone können im ganzen Körper Entzündungen verstärken oder sogar hervorrufen. Deshalb empfiehlt Kirsten Scheuer Arthrosegeplagten, ausgewogen und abwechslungsreich zu essen.

 


Besonderes Augenmerk verdient die Fettzusammensetzung unserer Lebensmittel.

Fleisch und Milchprodukte, aber auch Gebäck oder Fertiggerichte enthalten gesättigte Fettsäuren, die unser Körper vorwiegend als Energiereserve nutzt. Sie sollten daher insbesondere beim Abnehmen vermieden werden.

Einfach ungesättigte Fettsäuren aus Oliven- und Rapsöl oder aus pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Avocados, Oliven und Nüssen beeinflussen dagegen den Cholesterinspiegel positiv. „Besonders wichtig sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, denn sie kann unser Körper nicht selbst herstellen. Entzündungshemmende Wirkung haben die Omega-3-Fettsäuren.“ Sie sind vor allem in fetten Kaltwasserfischen wie Lachs, Makrele, Thunfisch, Hering, Heilbutt, Sardinen und Forellen enthalten, aber auch in grünem Blattgemüse sowie Chia-Samen, Hanfsamen, Leinsamen und Walnüssen bzw. deren Ölen. „Wer sich weder mit Fisch noch mit grünem Gemüse, Rapsöl oder Walnüssen anfreunden kann, sollte zumindest Fischöl-Kapseln, Krill- oder Algenprodukte zu sich nehmen, um an Omega-3-Fettsäuren zu kommen.“

 
Auch Eiweiß ist ein wichtiger Nährstoff

Für Arthrose-Betroffene empfiehlt Kirsten Scheuer ein Gramm Eiweiß (Proteine) pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Die Proteine sollten dabei vor allem aus Milch und Milchprodukten, Eiern oder Hülsenfrüchten stammen. Auch Fleischersatzprodukte wie beispielsweise Tofu, Tempeh, Seitan oder Quorn können eine Alternative sein.


Schließlich spielt auch Vitamin D eine entscheidende Rolle. „Aus großen Untersuchungen ist bekannt, dass Personen, die mit Vitamin D gut versorgt sind, weniger an einer Knie- oder Hüftarthrose erkranken.“ Die Hauptquelle für Vitamin D ist die Sonne, mit bis zu 80%. Die übrigen 20% werden durch die Nahrung aufgenommen. Arthrose-Betroffene sollten ebenfalls auf eine ausreichende Kalzium-Versorgung achten. Kalzium ist ein wichtiger Knochenbaustoff und bei einer Arthrose sind die Knochen in Gelenknähe sehr häufig mitbetroffen.


FAZIT: Mit einer einfachen Ernährungsumstellung lassen sich Arthrosebeschwerden verbessern.

 

 

 

 

 

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