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Mit einem Hobby lebt es sich gesünder

Die Termine drängeln sich so dicht aneinander wie die Pendler in der U-Bahn zur Rushhour, das Telefon fordert mehr Aufmerksamkeit als ein krankes Haustier, zu Hause gähnt uns der leere Kühlschrank anklagend entgegen und das Freizeit-Management gestaltet sich ob der vielen Optionen so schwierig, dass wir fast froh sind, wenn wir keine Freizeit haben, die wir irgendwie managen müssen. Glücklich ist da, wer ein Hobby hat. Sogar glücklich und gesund.

 

Ob Arbeits- oder Privatleben: Unser Alltag ist geprägt von allerlei Baustellen. Manche sind in etwa so groß wie der BER oder Stuttgart 21, andere rangieren auf dem Niveau einer energetischen Altbausanierung, und die dankbarsten sind am ehesten mit einem 1.000-Teile-Puzzle vergleichbar. Aber ganz egal, wie groß sie sind: Es sind immer sehr viele gleichzeitig. Da fällt es häufig schwer, den Überblick zu behalten.

Hobbys können uns jedoch dabei helfen, trotz all dieses Baulärms zur Ruhe zu kommen und uns auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. Manche nennen es „Achtsamkeit“ oder „bewusstes Erleben“, andere „Ruhephasen“ oder „Work-Life-Balance“. Doch völlig ungeachtet des Namens bedeutet diese Art der Konzentration für unsere gestresste Psyche Entspannung und Erholung. Und wer entspannt lebt, lebt auch gesünder.

 

Aus Zwang entsteht keine Zufriedenheit

Was für die einen Entspannung bedeutet, ist für die anderen purer Stress. Das vielleicht beste Beispiel hierfür: Sport. Nicht jeder kann oder möchte abends nach Feierabend noch einen Matschlauf durch den dunklen, nasskalten Wald hinlegen oder Teil der stöhnend-ächzenden Geräuschkulisse in einem schlecht klimatisierten Fitnesstempel werden. Das Schöne: Müssen Sie auch gar nicht! Denn wie wir die Quelle unserer Entspannung anzapfen, ist ganz und gar uns überlassen. Hauptsache ist, wir widmen uns ihr aus freien Stücken und sind dabei nicht in der Pflicht. Hobbys und Selbstbestimmtheit sind also untrennbar miteinander verbunden.

 

Gehen Sie auf Entdeckungsreise

Wer auf der Suche nach einem Hobby ist, sollte sich vielleicht fragen, wo die eigenen Interessen früher lagen, vor der Familie, vor dem Job, sogar vor dem Erwachsenwerden – denn die Funktion, die in Kindheitstagen nicht selten das Spielen hatte, wird im Erwachsenenalter häufig von Hobbys übernommen. Testen Sie dabei Ihre Talente und Fähigkeiten aus. Vielleicht sollten Sie zum Beispiel den Gesang aus der Dusche auf die Bühne verlegen. Wahrscheinlich nicht gleich auf die Stadionbühne, aber eventuell gibt es ja einen Chor in Ihrer Nähe.

Wenn Sie es eher beschaulich mögen, dann könnte Stricken Ihr neues Steckenpferd werden. Hobbys helfen aber auch, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Tanzen kann man beispielsweise viel besser gemeinsam als alleine. Und wenn Sie gerne an der frischen Luft sind und sich bewegen, aber eben keine Lust auf Sport haben, finden Sie Ihren Quell der Ruhe unter Umständen bei der Gartenarbeit.

 

Lassen Sie einfach die Gedanken kreisen und überlegen Sie, was Sie schon immer einmal gereizt hat – und fangen Sie dann damit an. Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken!

 

 

 

 

 

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