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Damit der Husten nicht chronisch wird …

Eigentlich ist Husten ein sinnvoller Schutzreflex, der verhindern soll, dass Fremdkörper in die Atemwege gelangen. Doch wen Husten quält, den wird dieser Gedanken nicht trösten. Husten ist bei Erkältungen der häufigste Grund, warum ein Arzt aufgesucht wird. Dieser sogenannte akute Husten kann zwar sehr hartnäckig sein kann, aber in der Regel verschwindet er, wenn das Immunsystem mit den Erregern fertig geworden ist. Wenn er aber gar nicht aufhören will, ist er möglicherweise chronisch geworden.

 

Die oberen und unteren Atemwege sind mit einem Flimmerhärchenteppich ausgekleidet. Dieses Flimmerepithel bewegt sich wie ein wogendes Kornfeld und funktioniert wie ein Fließband – Schmutzpartikel oder Keime werden auf ihm kontinuierlich nach hinten Richtung Rachen transportiert, geschluckt und in der Magensäure unschädlich gemacht. Bei einer Erkältung steigt die Anzahl der Erreger – meist Viren – in Mund und Rachen. Der Körper mobilisiert seine Abwehrkräfte, die Schleimhäute schwellen an, es wird mehr Schleim gebildet, um die Erreger abzutransportieren. Aber durch die Entzündung werden die Flimmerhärchen auch geschädigt und funktionieren nicht mehr richtig. Sie verkleben, der Schleim wird zäh, der Abtransport gerät ins Stocken. Jetzt kommt der Husten ins Spiel, um den Schleim nach draußen zu befördern. Deshalb haben wir bei Erkältungen Husten. Und je mehr Schleim sich bildet, umso mehr müssen wir husten.

 

Chronisch

Dieser akute Husten ist in den meisten Fällen irgendwann wieder vorbei – er kann aber durchaus drei bis vier Wochen anhalten. Mit Medikamenten, welche die Flimmerhärchen bei ihrer Arbeit unterstützen und den zähen Schleim dünnflüssiger machen, lässt sich das Abhusten erleichtern.

 

Sind die Flimmerhärchen durch grippale Infekte oder durch Schadstoffe wie Zigarettenrauch so stark eingeschränkt oder zerstört, dass sie ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen können, bleibt ein permanenter Hustenreiz bestehen. Denn irgendwie müssen die Luftwege ja freigemacht werden. Es entsteht ein chronischer Husten. Er kann bei körperlicher Belastung auftreten, in bestimmten Situationen, in Verbindung mit Reizstoffen stehen oder das Symptom einer Erkrankung der Atemwege sein. Er kann unproduktiv – also ohne Schleimbildung sein, etwa beim Reizhusten oder er kann produktiv sein – es bildet sich Schleim, der abgehustet werden muss, wie bei Asthma oder COPD.

 

 

Rechtzeitig zum Arzt, damit der Husten nicht chronisch wird, wenn …

… er mit einem gelblichen oder grünlichen Auswurf einhergeht

… er länger als drei bis vier Wochen dauert

… er mit Schmerzen oder Luftnot verbunden ist

… keine Ursache auszumachen ist

… er mit anderen Symptomen wie Abgeschlagenheit, Heiserkeit, Fieber oder Gewichtsverlust verbunden ist

… Säuglinge, Kleinkinder ältere oder immungeschwächte Personen betroffen sind

 

 

 

 

 

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