© Darren Baker  – AdobeStock

 

Das Alter holt fast alles ein

Nichts hält ewig. Da bleibt der Körper nicht außen vor. Auch wenn der Alterungsprozess lange unsichtbar bleibt – er setzt ja streng genommen schon nach der Geburt ein, wenn Zellen absterben und sich erneuern – irgendwann hinterlässt erkennbare Spuren.

Was sich an der Haut ablesen lässt, betrifft den gesamten Organismus und die inneren Organe. Beim Herz wirken sich Alterungsprozesse besonders gravierend aus, weil sein Stillstand dem Leben ein jähes Ende setzt. Doch das Alter betrifft andere Organe ebenso. Zwar schleichender, aber ebenfalls nicht ohne Konsequenzen. Auch unter der Gürtellinie macht es nicht halt.


Mit den Jahren nehmen funktionelle Probleme im Urogenitaltrakt zu. Während Männer im fortgeschrittenen Alter häufig mit der Prostata zu kämpfen haben, schlagen sich Frauen häufiger mit einer Reizblase herum. Auch Inkontinenz ist eine Alterserscheinung.



INKONTINENZ

Von Inkontinenz sind etwa 10 Millionen Menschen in Deutschland betroffen, Frauen häufiger als Männer, da ihr schwächerer Beckenboden durch Geburten zusätzlich strapaziert wird und Östrogenmangel in den Wechseljahren die Entstehung einer Inkontinenz begünstigt. Belastungs- oder Stressinkontinenz ist die Form der Blasenschwäche, unter der meistens Frauen leiden. Bei Männern kann sie aber auch infolge einer Prostata-Operation vorkommen. Männer leiden dagegen häufiger an Dranginkontinenz, von der Frauen erst im höheren Alter betroffen sind.



BLASENKREBS

Beim Blasenkrebs haben Männer die Nase vorn, sie erkranken dreimal häufiger als Frauen. Der Tumor bildet sich vorrangig im höheren Lebensalter von über 70 Jahren. Er gehört mit etwa 15.000 Neuerkrankungen nicht zu den häufigsten Krebserkrankungen, ist aber eine der tückischsten. Im Anfangsstadium macht er keine Beschwerden. Wird er entdeckt, befindet er sich häufig bereits im fortgeschrittenen Stadium und ist schwer heilbar. Als Hauptrisikofaktor gilt übrigens das Rauchen. Und auch chronische Blasenentzündungen können das Entstehungsrisiko fördern.



AN DER LIBIDO GEHT DAS ALTER NICHT SPURLOS VORBEI

Altersbedingte Veränderungen der Sexualität beginnen schon um das 40. Lebensjahr herum. Bei Frauen stellt sich dann in den kommenden Jahren das Klimakterium ein. Entgegen früheren Annahmen bleibt der größte Teil der Menschen, die in einer Partnerschaft leben, im hohen Alter noch sexuell aktiv. Allerdings gibt es eine Reihe von Einschränkungen, die ein höheres Lebensalter mit sich bringt. Bei Frauen wirken sich bedingt durch den Abfall des Östrogenspiegels oft Scheidentrockenheit, bei Männern erektile Dysfunktion durch den herabgesenkten Testosteronspiegel behindernd auf das Sexualleben aus. Dennoch bleiben Lust und Erotik für viele Menschen auch im Alter von großer Bedeutung.


Trotz der Handicaps durch Erektionsstörungen, Erregungsstörungen oder ein herabgesetztes Verlangen durch Medikamente – es kommt immer darauf an, was man daraus macht. Und so führen viele Menschen ein dem Alter angepasstes, glückliches Liebesleben.

 

 

 

 

Startseite