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Training für das Immunsystem

Irgendwann hat wohl jeder schon einmal von Methoden gehört, um den Körper bzw. das Immunsystem „abzuhärten“. Manche Menschen springen dafür in eiskaltes Wasser, andere essen täglich eine rohe Zwiebel oder gehen zweimal die Woche in die Sauna. Wissenschaftlich bestätigt werden konnte der Einfluss auf unsere Abwehrkräfte aber vor allem für drei Faktoren: Ernährung, Bewegung und Psyche.

 

ERNÄHRUNG
Essen sollte nicht nur schmecken, sondern unserem Körper auch Nährstoffe liefern. Schließlich können unsere Abwehrkräfte ihre Arbeit nur dann zuverlässig verrichten, wenn alle benötigten Bausteine vorhanden sind. Besonders wichtig für unser Immunsystem sind die Mineralstoffe Zink, Kupfer und Eisen sowie die Vitamine A, C, D und E. Natürlich gibt es einige Lebensmittel, die besonders reich an einem oder mehreren dieser Nährstoffe sind. So enthalten Fleischprodukte besonders viel und gut verwertbares Eisen sowie reichlich Zink. Eisen ist aber auch in Hülsenfrüchten und Zink in Cashewkernen und Paranüssen versteckt. Nüsse, insbesondere Mandeln und Haselnüsse, sind außerdem eine gute Vitamin-E-Quelle. Generell empfehlen die meisten Mediziner eine ausgewogene Mischkost. Wie sich diese idealerweise zusammensetzt, veranschaulicht zum Beispiel die im Internet verfügbare Ernährungspyramide der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.


BEWEGUNG
Sport ist ebenfalls wichtig für unsere Gesundheit – allerdings nicht in Form extremer Belastung, sondern als moderates Ausdauertraining, beispielsweise durch Joggen oder Radfahren. Zugegeben: Wenn es draußen ungemütlich wird, lässt die Motivation, die Laufschuhe zu schnüren oder sich auf den Drahtesel zu schwingen, häufig nach. Im Grunde spricht dann nichts dagegen, die Trainingseinheit ins Fitnessstudio zu verlegen. Allerdings regen frische Luft und die vor allem im Winter spärlich gesäten Sonnenstrahlen unseren Kreislauf an, wovon wiederum das Immunsystem profitiert. Ganz verzichten sollten Sie auf den Schritt vor die Türe also nicht. Vielleicht erhöht sich Ihre Motivation ja schon durch neue Trainingsklamotten? Am besten schön bunt und ref lektierend, dann werden Sie selbst bei diesigem Wetter gesehen. Und natürlich können Sie auch immer einfach eine andere Sportart ausprobieren. Wie wäre es denn mit Schwimmen? Da schrumpft dann auch das Verletzungsrisiko auf ein Minimum zusammen.


PSYCHE
Der dritte entscheidende Punkt für die Leistungsfähigkeit unseres Immunsystems ist unsere psychische Verfassung. Wer ständig gestresst ist, wird nachweislich schneller krank. Auch anhaltende Angst oder Sorgen können unsere Abwehrkräfte schwächen. Das liegt vor allem am Stresshormon Cortisol, das die Immunantwort bei einem Infekt teilweise unterdrückt. Auch Schlafmangel beeinflusst unsere Abwehrkräfte negativ. Gelassenheit und Ruhe fördern hingegen unsere Gesundheit. Wer regelmäßig meditiert oder sonst irgendwie ausspannt, tut also nicht nur seinem Geist etwas Gutes, sondern auch seinem Körper.


Übrigens: Saunieren kann Spaß machen und Kräutertee schmeckt auch gut. Hören Sie also auch auf Ihr Bauchgefühl und genießen Sie. Genuss kann nämlich auch gesund sein!

 

 

 

 

 

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