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Erkältungsprophylaxe für die Kleinen

Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter: Erkältungen begleiten uns durch alle vier Jahreszeiten. Zwischen drei- und viermal im Jahr plagen uns Husten, Schnupfen und Halsschmerzen. Noch häufiger erwischt es aber unsere Kleinen. Bis zu zehn Infekte pro Jahr sind für sie nichts Ungewöhnliches. Das liegt auch daran, dass Kinder weniger Vorsicht walten lassen – und selbst viele Eltern nicht wissen, wie sie ihr Kind schützen können.

 

Das menschliche Immunsystem ist dynamisch. Das heißt, dass wir nicht mit fertig ausgebildeten Abwehrkräften auf die Welt kommen, sondern unser Immunsystem erst lernt, wie es sich gegen bestimmte Erreger zur Wehr setzen kann. Im Grunde steckt also nicht nur der Nachwuchs, sondern auch dessen Immunsystem noch in den Kinderschuhen und wächst an seinen Aufgaben.

 

Von der Hand in den Mund

Ein weiterer Punkt, weshalb Kinder häufig nicht nur die neusten Geschichten aus dem Kindergarten mit nach Hause bringen, sondern auch einen Infekt, ist die Tatsache, dass Kinder dort auf engstem Raum zusammen Zeit verbringen. Häufig teilen sie sich auch dasselbe Spielzeug, wodurch Viren und Bakterien ganz bequem von einem Kind zum anderen wandern. Denn Erkältungsviren sind sehr widerstandsfähig und können sich praktisch auf jeder Oberfläche befinden, die das Kind berührt. Und von der Hand gelangen sie ruckzuck in Mund, Augen oder Nase. Kinder sollten daher regelmäßig zum Händewaschen animiert werden, und das gründlich und mit Seife. Außerdem sollten sie lernen, sich nicht ständig ins Gesicht zu fassen – und auch die klugen Erwachsenen ab und an daran erinnern.

 

Mütze, Jacke, Schal und warme Socken

Die Klamottenwahl ist ebenfalls entscheidend für die Erkältungsprophylaxe. Hier sind die Eltern gefragt. Schließlich wählen die meist die Kleidung aus, die das Kind morgens anzieht – sonst würden viele Kinder selbst im Winter bloß mit ihrem Lieblings-T-Shirt nach draußen gehen. Bewährt hat sich das Schichtensystem, auch Zwiebellook genannt. So kann bei Kälte schnell ein Kleidungsstück übergezogen werden, zum Beispiel Mütze, Schal oder Strickjacke, und bei Wärme streift man schnell etwas ab und vermeidet so das Schwitzen. Je kleiner das Kind, desto schwieriger kann es für Eltern jedoch sein, zu erkennen, ob dem Nachwuchs warm oder kalt ist. Eine gute Methode ist der Temperaturcheck im Nacken. Er sollte weder verschwitzt sein noch darf er sich kalt anfühlen.

 

Trinken und Bewegung

Zuletzt sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind ausreichend trinkt. Denn dadurch werden die Schleimhäute vor dem Austrocknen bewahrt. Das kann insbesondere durch trockene Heizungsluft passieren. Der entgehen Kinder übrigens auch, wenn sie an der frischen Luft herumtollen. Dadurch werden zusätzlich der Kreislauf und damit auch das Immunsystem in Schwung gebracht. Und abends schlummern Ihre Kleinen dann zufrieden und erschöpft vom ereignisreichen Tag ein und erwachen am nächsten Morgen voll neuer Energie und Tatendrang – und ohne Halsschmerzen oder verstopfte Nase.

 

 

 

 

 

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