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Welt-Herz-Tag am 29. September

In Deutschland liegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch vor Krebs an erster Stelle der Todesursachen. Fast 40 Prozent aller Todesfälle gehen auf solche Erkrankungen zurück, allerdings mit rückläufiger Tendenz. Der Grund hierfür sind vor allem weiterentwickelte Methoden der Behandlung und Prävention. Auch um auf solche Innovationen aufmerksam zu machen, findet alljährlich am 29. September der Welt-Herz-Tag statt.

 

Lange galten kardiovaskuläre Erkrankungen als „Seniorenkrankheiten“. Das hat sich mittlerweile geändert: Vor allem bei den Männern steigt die Zahl der durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedingten Krankenhausaufenthalte bereits ab 50 Jahren merklich an. Bei Frauen in der entsprechenden Altersgruppe sind die Zahlen diesbezüglich nicht ganz so drastisch: Sie sind weniger als halb so häufig betroffen. Doch selbst ganz junge Menschen können aufgrund von Vorerkrankungen oder ihres Lebensstils bereits an kardiovaskulären Erkrankungen leiden.

                             

Prävention im familiären und beruflichen Rahmen

Die größten Risikofaktoren für Erkrankungen des Herzens und der Gefäße sind das Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Diabetes, Bluthochdruck, genetische Prädisposition sowie Störungen des Fettstoffwechsels. Zumindest teilweise lassen sich diese Ursachen durch Anpassungen im Bereich der Lebensführung, insbesondere durch Vermeidung von Übergewicht, regelmäßige körperliche Aktivität und eine gesunde und ausgewogene Ernährung neutralisieren. Die Deutsche Herzstiftung e.V. unterstützt daher verschiedenste Präventionsprojekte, die die individuelle Herzgesundheit sowohl im beruflichen als auch im familiären Alltag mit ganz einfachen Mitteln verbessern sollen.

 

Innovative Behandlungsmethoden ermöglichen späte Therapieerfolge

Insgesamt nimmt die Zahl der Menschen, die wegen Erkrankungen des Herzens in Krankenhäusern behandelt werden, kontinuierlich zu. Das geht so weit, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen heutzutage der häufigste Grund für stationäre Aufenthalte sind. Das liegt auch am demografischen Wandel: Operationen werden auch noch im hohen Alter durchgeführt, da es mittlerweile minimalinvasive Techniken und OP-Methoden ohne Brustkorböffnung gibt. Eine Behandlung durch stationär durchgeführte Methoden ist daher auch im fortgeschrittenen Alter durchaus noch erfolgversprechend.

 

Ein weltweiter Aktionstag im Dienst der Herzgesundheit

Eine Gelegenheit, um bezüglich Innovation und Prävention aufzuklären, ist der Welt-Herz-Tag. Dabei handelt es sich um eine Initiative der World Heart Federation (WHF), einem Dachverband, in dem sich die Herzstiftungen und kardiologischen Fachgesellschaften von über 100 Ländern zusammengeschlossen haben. In Deutschland hat die Deutsche Herzstiftung e.V. die Schirmherrschaft über diese Initiative. Dabei ist den Veranstaltern vor allem die Prävention buchstäblich eine Herzensangelegenheit – denn rund  80% der durch kardiovaskuläre Erkrankungen verursachten Todesfälle könnten allein durch eine Veränderung des Lebensstils verhindert werden.

 

 

 

 

 

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