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Vorsicht vor Durchfallerkrankungen im Sommer!

Der Sommer ist die schönste Zeit des Jahres. Eigentlich. Mit einem Durchfall macht er nur noch halb so viel Spaß. Das unangenehme Phänomen tritt nicht nur bei Reisen in tropische Länder auf. Auch hier kann das Verdauungssystem unter der Hitze leiden. Das ist nicht nur lästig, sondern auch gefährlich. Denn damit verliert der Körper nicht nur beim Schwitzen, sondernd auch noch durch den Durchfall sehr viel Flüssigkeit und wertvolle Mineralstoffe.

 

Schon vor einigen Jahren stellten Forscher aus der Schweiz fest, dass große Hitze offenbar negative Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt hat. Sie beobachteten, dass während der Hitzewelle 2003 mehr Menschen an Magen-Darm-Entzündungen erkrankten und mehr Patienten deswegen im Krankenhaus aufgenommen werden mussten. Insgesamt stieg die Zahl der Erkrankungsfälle um über ein Drittel an. Hitzestress kann möglicherweise dazu führen, dass Patienten mit chronischen Darmerkrankungen einen Erkrankungsschub erleiden. Außerdem können sich Krankheitserreger bei Wärme besser vermehren und dann Darmentzündungen auslösen.

 

Den Keimen keine Chance geben

Vor dem Hintergrund der günstigen Wachstumsbedingungen, die Hitze gefährlichen Keimen bietet, sollten im Sommer die Hygieneregeln beachtet werden, etwa beim Essen. Das gilt nicht nur für Urlaubsreisen. Auch zu Hause gibt es potenzielle Gefahrenquellen. Im Sommer wird gerne gegrillt. Jetzt sollte dabei besonders beachtet werden, dass sich bei Wärme im Fleisch Salmonellen oder andere Nahrungsmittelkeime bilden können. Nicht nur im Hähnchen-, sondern auch im Schweine- oder Rindfleisch. Fleisch sollte darum nicht mehrmals eingefroren und aufgetaut, nicht zu lange außerhalb der Kühlung gelagert und in jedem Fall gut durchgebraten werden. Obst und Gemüse haben ebenfalls ihre Tücken, wenn sie nicht gründlich gewaschen werden und mit Keimen verunreinigt sind, meistens übrigens mit Coli-Bakterien. Die Fäkalbakterien sind übrigens auch oft im Spiel, wenn sich Badeseen im Sommer aufheizen und das Wasser umkippt. Sperrungen von Badestellen sollten darum unbedingt beachtet werden – selbst wenn das Wasser noch so schön und verführerisch aussieht.

 

Was tun bei Durchfall?

Hausärzte raten übrigens dazu, den Durchfall nicht sofort zu stoppen, denn er dient zusätzlich dazu, schädliche Keime aus dem Körper zu entfernen. Weil er aber zu hohen Flüssigkeits- und Mineralstoffverlusten führt, sollte dem Körper reichlich Flüssigkeit zugeführt werden. 2,5 Liter sollten es mindestens ein. Aus 5 TL Traubenzucker und einem halben TL Salz aufgelöst in 500 ml Wasser kann man sich übrigens selbst eine Elektrolytlösung herstellen – oder sich ein entsprechendes Produkt in der Apotheke kaufen. Schwarzer Tee ist ebenfalls empfehlenswert, weil er leicht stopft und beruhigt. Weil Durchfälle für Säuglinge und Kleinkinder lebensbedrohlich sein können, sollten sie so schnell wie möglich beim Arzt vorgestellt werden. Er kann dann über die weitere Vorgehensweise entscheiden.

 

 

 

 

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