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Ein Schlaganfall - Nicht aus heiterem Himmel!

Plötzlich verschwimmt die Sicht, die Aussprache wird undeutlich und verwaschen, Schwindel setzt ein, eine Körperhälfte wird lahm. Für Betroffene kommt ein Schlaganfall meist völlig unerwartet. Dabei kündigt sich ein Hirnschlag nicht selten schon im Vorfeld an.

 

Mit einem Schlaganfall ist nicht zu spaßen: Weltweit ist er die zweithäufigste Todesursache und der häufigste Grund für dauerhafte Behinderungen. In Deutschland erleiden pro Jahr circa 270.000 Menschen einen Schlaganfall, auch Hirnschlag, Hirninsult oder Apoplex genannt. Ursache ist entweder ein Blutgerinnsel oder eine Blutung im Gehirn, durch die die Blutversorgung des Gehirns unterbrochen wird. Die Folge: Teile des Hirngewebes sterben ab. Die Symptome reichen von Sehstörungen und vorübergehender Erblindung über Sprachstörungen, Verwirrtheit, Gleichgewichtsstörungen und Schwindel bis hin zu extremen Kopfschmerzen, Übelkeit und Bewusstlosigkeit. Häuf ig treten auch Lähmungserscheinungen auf, insbesondere halbseitige Lähmungen des Gesichts und/oder der Gliedmaßen.



Risikofaktoren und Prävention

Als wichtigste Risikofaktoren eines Schlaganfalls gelten Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Herzerkrankungen wie Vorhoff limmern und Erkrankungen der Herzklappen. Arteriosklerose, umgangssprachlich auch Arterienverkalkung genannt, Übergewicht, erhöhte Cholesterinwerte, übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen können einen Schlaganfall ebenfalls begünstigen. Letztlich spielen auch die Gene und das Alter eine Rolle. So sind über 80 Prozent aller Betroffenen älter als 60 Jahre. Allerdings können auch Jüngere, selbst Kinder und Jugendliche, einen Schlaganfall erleiden. Zur Prävention empfiehlt sich daher zunächst ein gesunder Lebensstil, d. h. ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung, kein Nikotin und möglichst auch kein Alkohol. Außerdem sollten Erkrankungen, die einen Schlaganfall begünstigen, konsequent behandelt werden, beispielsweise mit gerinnungshemmenden Medikamenten.


Vorboten erkennen und handeln

Rund 40 Prozent aller Schlaganfälle kündigen sich durch eine sogenannte transitorische ischämische Attacke, kurz TIA, an. Dabei handelt es sich um eine Art Mini-Schlaganfall, der sich durch alle Symptome eines ausgewachsenen Schlaganfalls bemerkbar machen kann. Allerdings klingen diese Symptome binnen weniger Sekunden, Minuten oder Stunden wieder ab. Deshalb entscheiden sich viele Betroffene gegen einen Arztbesuch. Dabei wäre der Notruf die einzig richtige Reaktion auf eine TIA – und zwar auch dann, wenn die Symptome schon wieder abgeklungen sind! Denn auch wenn sie nicht mit einem „richtigen“ Schlaganfall gleichzusetzen ist, gilt eine TIA dennoch als Notfall und möglicher Vorbote von Schlimmerem: Bei 10 % der Fälle kommt es innerhalb von vier Wochen nach der TIA zu einem Schlaganfall. Hochgerechnet auf drei Monate liegt die Wahrscheinlichkeit sogar bei rund 17 %.



Wer entsprechende Symptome bemerkt, sollte daher keinerlei Scheu haben und sofort den Notruf wählen!

 

 

 

 

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