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Klaren Durchblick bewahren!

Schlecht oder gar nicht mehr sehen zu können, das bedeutet auf vieles im Alltag verzichten zu müssen, von A wie Autofahren bis Z wie Zeitunglesen. Um dem entgegenzuwirken, heißt die Devise: Kontrollieren und Korrigieren.

 

Vor allem Ältere sollten ihr Augenlicht mindestens einmal im Jahr überprüfen lassen, meint Prof. Dr. Bernd Bertram, Vorsitzender des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands. „Mit den Jahren steigt das Risiko von Krankheiten, die das Sehvermögen beeinträchtigen.“ Gut ist, dass sich die Sehkraft heute besser schützen lässt als noch vor 10, 15 Jahren.

 

Die häufigsten Beeinträchtigungen und was man dagegen tun kann:

 

  1. Alterssichtigkeit

Nahezu alle Menschen über 60 sind alterssichtig. Dass sie Kleingedrucktes nur noch mit ausgestreckten Armen oder gar nicht mehr entziffern können, liegt daran, dass die Augenlinse mit den Jahren härter und weniger flexibel wird und so kaum noch ihre Brechkraft verändern kann. 

Alterssichtigkeit lässt sich mit einer Lesebrille ausgleichen; für Menschen mit Kurz- oder Weitsichtigkeit oder auch Hornhautverkrümmung empfehlen sich Mehrstärkenbrillen.

Auch Kontaktlinsen sind möglich. Eine weitere Alternative bietet die Operation der Alterssichtigkeit. Refraktive Operationsverfahren werden oft mit einer Operation des Grauen Stars (siehe unten) kombiniert. Dabei werden multifokale Linsen (=Mehrstärkenlinsen) an die Stelle der trüben Linsen implantiert.

 

  1. Grauer Star (Katarakt)

Die allmähliche Trübung der Augenlinse lässt sich zwar nicht mit Medikamenten, aber sehr wohl durch eine Operation mit örtlicher Betäubung behandeln. Dabei wird die getrübte Linse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Ist die oder der Betroffene fehlsichtig, können Kunstlinsen mit Sehstärke bzw. Mehrstärkenlinsen die Sehschwäche teilweise oder ganz korrigieren.

 

  1. Grüner Star (Glaukom)

Diese Erkrankung des Sehnervs beginnt kaum merklich mit Einschränkungen des Gesichtsfelds. Schädigungen des Sehnervs lassen sich mit Augentropfen, Tabletten, Laser oder chirurgischen Eingriffen verhindern oder verlangsamen, nicht aber rückgängig machen. Deshalb empfehlen Augenärzte ab dem 40. Lebensjahr eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung des Sehnervs und Messung des Augeninnendrucks. 

 

  1. Diabetische Retinopathie

Diese Netzhauterkrankung ist eine Langzeitfolge der Diabetes. Damit sie nicht zu erheblichen Sehbeeinträchtigungen führt, muss sie frühzeitig behandelt werden. Dazu braucht es neben einer guten Blutzuckereinstellung eine mindestens jährliche Untersuchung der Netzhaut. Eine fortgeschrittene diabetische Retinopathie wird mittels Laser und Injektion von Medikamenten in das Auge behandelt.

 

  1. Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Bei der trockenen Makuladegeneration lässt der Stoffwechsel der Netzhaut und damit auch ihre Leistungskraft allmählich nach, bei der feuchten Makuladegeneration geht es meist schneller. AMD lässt sich oft stoppen, indem gefäßwachstumshemmende Substanzen in den Glaskörper gespritzt werden.

 

 

 

 

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