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Richtige Ernährung für gesunden Magen & Darm

Ob nun das Frühstücksmüsli, das Rahmschnitzel in der Kantine, der süße Snack zwischendurch oder das deftige Abendbrot – alles, was wir essen, nimmt den Weg durch den Magen-Darm-Trakt. Mitunter bedeutet das für besagte Organe Schwerstarbeit, vor allem, wenn wir besonders fettig oder viel essen. Mit der richtigen Ernährung können wir unsere Verdauung jedoch deutlich entlasten – und unser Wohlbefinden steigern.

 

Schmecken soll es, aber nicht zu teuer sein. Außerdem muss es schnell gehen und dabei natürlich satt machen: Bei solchen Voraussetzungen ist es nicht verwunderlich, dass unser Magen oder unser Darm beizeiten rebelliert. Um das zu vermeiden, empfiehlt sich eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, die unseren Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, ohne dabei den Magen-Darm-Trakt zu überfordern. Wie eine gesunde und ausgewogene Ernährung aussieht, hat beispielsweise die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in ihrer Ernährungspyramide anschaulich dargestellt.

 

Sorgfältiges Kauen und Bewegung unterstützen eine gesunde Verdauung

Zwei Faktoren, denen in diesem Zusammenhang häufig zu wenig Beachtung geschenkt wird, sind das richtige und sorgfältige Kauen sowie ausreichend Bewegung. So muss sich der Magen bei sorgfältig gekauter Nahrung nicht mit „großen Brocken“ rumschlagen, sondern mit einem magenfreundlich zerkleinerten Speisebrei. Klingt vielleicht nicht lecker, ist aber effektiv. Und durch die regelmäßige Bewegung werden die Verdauung und der Kreislauf angeregt, wodurch Sie nicht nur überschüssige Kalorien verbrennen, sondern auch den Körper als Ganzes stärken. Damit ist übrigens nicht die zweistündige Trainingseinheit im Fitnessstudio oder der abendliche Gewaltmarsch über mehrere Kilometer gemeint – ein kleiner Spaziergang nach dem Essen oder eine gemütliche Fahrradtour reichen völlig aus.

 

Eine gesunde Verdauung ist wichtig für das Immunsystem

Lange wurde verkannt, wie wichtig eine gesunde Verdauung für unser Immunsystem ist. Neueste Zahlen machen jedoch deutlich, welche Rolle sie im Zusammenspiel mit unserer Immunabwehr spielt. So sitzen beispielsweise über 70 Prozent der körpereigenen Immunzellen in der Schleimhaut des Darms. Zudem werden rund 90 Prozent aller Antikörper im darmassoziierten Lymphgewebe gebildet, dem „gut associated lymphoid tissue“, kurz GALT. Ist die Flora des Magen-Darm-Trakts aus dem Gleichgewicht geraten, hat das demnach auch negative Auswirkungen auf unsere Immunabwehr. Ebenfalls problematisch wird es, wenn die Immunzellen des Darms nicht mehr korrekt zwischen „Freund“ und „Feind“ unterscheiden.

 

Eine mögliche Folge einer solchen Verwirrung können chronisch entzündliche Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sein. Wenn unser Magen und unser Darm gesund sind, ist das also nicht nur gut für unser Wohlbefinden, sondern auch für unsere Widerstandsfähigkeit im Krankheitsfall.

 

 

 

 

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