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Gesund durch Gartenarbeit

Den Boden umgraben, Pflanzen aussäen und gießen, Unkraut jäten, Hecken stutzen und den  Rasen mähen – ein eigener Garten macht eine ganze Menge Arbeit. Allerdings zahlt sich die Mühe, die man in die Pflanzenpflege steckt, gleich mehrfach aus.

 

Solange Sie nicht säckeweise Erde und riesige Kübelpflanzen schleppen müssen, wirkt Gartenarbeit wie ein leichtes Ganzkörpertraining: Das ständige Heben, Bücken, Tragen, Harken, Dehnen und Strecken hält ihren Kreislauf auf Trab und ist mit einem schonenden Kardiotraining vergleichbar. Gleichzeitig werden Ihre Hand-Augen-Koordination, die Feinmotorik und der Gleichgewichtssinn gefördert sowie die Konzentrationsfähigkeit und die Geduld geschult. Und als wäre das noch nicht genug, tanken Sie ganz nebenbei natürlich noch jede Menge frische Luft und Sonne. Dabei sollte man jedoch auch die Gefahren kennen und sich entsprechend schützen: Eine Tetanus-Impfung und Sonnenschutz sind ebenso wichtig wie ergonomische Gartengeräte und das Wissen um rückenschonendes Bücken und Tragen.

 

Gartenarbeit als therapeutische Maßnahme

Hobbygärtnern ist ein Fest für die Sinne. Die Farben der Blätter und Blüten, die Struktur von Gräsern, Zweigen und Boden, das Rascheln von Laub und der Gesang der Vögel in Verbindung mit den vielen verschiedenen Düften, eventuell sogar dem Geschmack von frischem Obst und Gemüse, sind mitunter so intensiv, dass sich das Gärtnern bei Demenzpatienten als eine wirkungsvolle Therapiemethode erwiesen hat. Auch bei Depressionen, einem Burn-out-Syndrom, Verhaltensstörungen oder einem Drogenentzug kann die Gartenarbeit eine Therapie maßgeblich unterstützen, indem sie die Kreativität fördert und den Willen stärkt, Verantwortung zu übernehmen. So blühen nicht nur die Pflanzen auf, sondern auch die Menschen.

 

Es muss nicht der Garten hinterm Haus sein

Natürlich nennt nicht jeder einen privaten Garten hinterm Haus sein Eigen. Doch es gibt glücklicherweise noch mehr Möglichkeiten, Ihren grünen Daumen zu erproben. Da wäre zunächst einmal der lange Jahre als spießig verschriene Schrebergarten, der seit einiger Zeit ein echtes Comeback unter der jüngeren Generation erlebt. Zwar muss man sich als Pächter eines Schrebergartens meist an eine relativ strikte Gartenordnung halten, was Bepflanzung, Wuchshöhe und Ähnliches angeht. Dafür profitieren Sie jedoch von einer sehr guten Infrastruktur und dem geballten Fachwissen Ihrer Gartennachbarn. Die jährliche Pacht kostet zudem nicht die Welt: Inklusive Nebenkosten beläuft sie sich durchschnittlich auf zwei- bis dreihundert Euro. Weitere Möglichkeiten sind städtische Gemeinschaftsgärten, Urban-Gardening-Projekte oder die Miete eines schon bestellten Gemüsegartens – der bei richtiger Pflege nicht nur Sie selbst unabhängig von Supermarktgemüse macht, sondern auch Ihre Freunde und Nachbarn, die in den Genuss Ihres hoffentlich reichen Ertrags kommen.

 

 

 

 

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