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Was füttern, wenn Kinder Zahnen?

Junge Eltern erleben mit ihren Kleinen viele wunderschöne Momente. Genauso gibt es aber auch Herausforderungen, die man nicht unbedingt vermisst, sind sie erst überstanden. Das Zahnen ist so eine Zeit, die einen ohnehin schon anstrengenden Alltag in eine echte Belastungsprobe verwandeln kann – vor allem dann, wenn der kleine Liebling seinem Leid ordentlich Luft macht!

 

Nicht wenige Eltern haben irgendwo eine Dose oder Schachtel versteckt, in der sie einen oder mehrere Milchzähne ihrer Kinder aufbewahren. Diese nostalgischen Reliquien erinnern sie daran, wie klein ihre Lieblinge einst waren. An die Zeit, als der mittlerweile andächtig betrachtete Zahn sich einst durch das Zahnfleisch schob, erinnern sich die meisten aber bestenfalls mit Erleichterung zurück. Denn das Zahnen macht keinen Spaß – weder den Eltern noch den Kindern.


DER ZAHN DER ZEIT

Üblicherweise brechen im Laufe des sechsten Monats zuerst die unteren Schneidezähne durch. Danach kommt durchschnittlich jeden Monat ein weiterer Zahn hinzu: zunächst die beiden oberen Schneidezähne, danach die beiden Nachbarzähne, die vorderen Backenzähne, die Eckzähne und schließlich die hinteren Backenzähne. Insgesamt dauert es zwischen eineinhalb und zweieinhalb Jahre, bis das Milchgebiss des Kindes komplett ist. Immer wieder kann es während dieser Zeit zu Schmerzen kommen, besonders unangenehm ist es aber häufig zu Beginn des Zahnens.


WIE KÜNDIGT SICH DAS ZAHNEN AN?

Bei manchen Kindern erscheint der erste Zahn fast über Nacht, andere leiden schon Monate davor an einem spannenden Kiefer und geschwollenem Zahnfleisch. Ist das Kind häufiger als üblich unruhig und quengelig, weint oder hat sogar Fieber, sollten Eltern nachsehen, ob sich nicht ein Zahn auf den Weg ans Tageslicht gemacht hat. Ein ziemlich sicherer Indikator für einen bevorstehenden Zahndurchbruch ist eine kleine weiße Stelle auf dem Zahnfleisch. Auch stark gerötete Wangen und vermehrter Speichelf luss samt leichtem Ausschlag um den Mund können dem Zahnen vorangehen.

 

MUSS DIE ERNÄHRUNG UMGESTELLT WERDEN?

Manchmal kauen zahnende Kinder zwar auf allem herum, haben aber weniger Appetit. Das ist allerdings nicht weiter schlimm und kein Anlass zur Sorge. Sobald der Hunger überhandnimmt, wird auch wieder gegessen. Umgestellt werden muss die Ernährung ebenfalls nicht. Häufig werden Kleinkinder ohnehin noch gestillt, wenn der erste Zahn kommt. Auch der Babybrei kann wie gewohnt weiter gefüttert werden. Beikost wie Kartoffeln und anderes weichgekochtes Gemüse ist ebenfalls kein Problem. Allerdings beginnt spätestens mit dem ersten Zahn auch die regelmäßige Mundhygiene. Deshalb eignen sich Brotrinde, Apfelstücke oder Möhrenschnitze auch nicht zum ständigen Darauf-Herumkauen. Besser sind ein Beißring oder Veilchenwurzel. Letztere gibt beim Kauen beruhigende und schmerzlindernde Stoffe ab. Ungesüßter Kamillen oder Salbeitee kann das gereizte Zahnfleisch zusätzlich beruhigen. Und nach ein paar Monaten blicken Sie dann hoffentlich in ein strahlendes Kindergesicht!

 

 

 

 

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