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GÜRTELROSE

Risikofaktor: Alter ab 50 Jahre

- Kaum jemand weiß Bescheid

 

Wissen Sie, wie hoch ihr Risiko für eine Gürtelrose ist? Nein? Dann sind Sie nicht allein. Die wenigsten Menschen wissen Bescheid. Dabei gehören alle über 50jährigen zur Risikogruppe. Von den jährlich etwa 400.000 Betroffenen in Deutschland sind zwei Drittel über 50 Jahre. Grundvoraussetzung für einen Gürtelrose: in der Vergangenheit muss einmal eine Windpockenerkrankung bestanden haben. Das ist bei über 99 Prozent der über 50jährigen der Fall. Gürtelrose ist deshalb nur in seltenen Fällen ansteckend, dann nämlich, wenn die Person noch keine Windpocken oder keine Windpockenimpfung hatte. Steckt sie sich bei einem Gürtelrosepatienten an, erkrankt sie an Windpocken. Denn diese gehen einer Gürtelrose zwangsläufig voraus.

 

Neben der Grundvoraussetzung, in der Vergangenheit irgendwann einmal Windpocken gehabt zu haben, ist ein Alter ab 50 Jahren der wichtigste Risikofaktor. Denn ab etwa 50 Jahren nimmt die Abwehrkraft des Immunsystems langsam ab. Neben einem fortgeschrittenen Alter kann auch eine Immunschwäche verantwortlich für den Ausbruch einer Gürtelrose sein. Ob Stress eine Gürtelrose auslösen kann, ist dagegen wissenschaftlich sehr umstritten. Sicher ist: es gibt Impfungen. Sowohl gegen Windpocken als auch gegen Gürtelrose. Bis eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) vorliegt wird die Gürtelrose-Impfung allerdings noch nicht standardmäßig von den Kassen übernommen. Es lohnt sich aber, dort nachfragen. Einige Kassen erstatten die Impfung bereits.

 

 

 

 

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