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Arthrose oder Arthritis?

Anlaufschwierigkeiten beim Aufstehen, Schmerzen beim Treppensteigen oder Schwierigkeiten bei der Hausarbeit, weil die Finger nicht mehr so beweglich sind – Menschen, die unter Arthrose oder Arthritis leiden, haben oft Probleme im Alltag. Nicht selten sind sie so eingeschränkt, dass ihre Lebensqualität leidet.

 

Zwischen 17 und 20 % der Deutschen sind von Arthrose betroffen, zwischen 05, bis 0,8 Prozent der Bevölkerung leidet unter rheumatoider Arthritis. Beides sind Gelenkerkrankungen des rheumatischen Formenkreises, die oft mit dauerhaften Gelenkschmerzen verbunden sind. Doch die Ursachen der Beschwerden sind unterschiedlich. Bei der Arthrose handelt es sich um eine Degeneration der Gelenke, die durch den Verschleiß des Gelenkknorpels entsteht – durch Überlastung, Fehlstellungen oder schlicht durch eine Abnutzung im Lauf eines langen Lebens. Arthrose ist deshalb bei älteren Semestern häufiger zu finden. Die rheumatoide Arthritis entsteht dagegen durch entzündliche Prozesse, ausgelöst durch eine  Autoimmunreaktion. Das Immunsystem attackiert den Gelenkknorpel und führt so zu seiner Zerstörung.

 

Alternativen zu NSARs und Kortison

Da die Behandlung mit Schmerzmitteln oder Kortison häufig zu unerwünschten Nebenwirkungen führt und oft trotzdem nicht die  gewünschten Effekte hat, sind Betroffene oft auch der Suche nach nebenwirkungsarmen Alternativen. Es sind eine Reihe von Substanzen erhältlich. Dazu gehören Hyaluron, Chondroitin, Glucosamin, Grünlippmuschelextrakte, Omega-3-Fettsäuren, Extrakte aus Johannisbeerblättern, Weihrauch und Curcumin. Oft werden auch Kombinationsprodukte angeboten in unterschiedlichen Darreichungsformen – als Pulver, als Kapseln, als Flüssigkeit oder als Tabletten. Ihr Apotheker kann Sie dazu kompetent beraten. Ebenso wichtig wie wirkungsvolle, nebenwirkungsarme Medikamente ist Bewegung. Auch wenn sie schmerzt – nur Bewegung kann den Knorpel ernähren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über alternative Behandlungsmethoden und geeignete physiotherapeutische Maßnahmen.

 

Eine  Broschüre zum Thema Bewegen ohne Schmerzen, können Sie gegen einen mit 1,45 Euro frankierten Rückumschlag im Format DIN C4 mm beim Apotheken Kurier, Am Weißen Turm 35, 60388 Frankfurt anfordern.

 

Selbsttest

Dieser kleine „Selbsttest“ ersetzt auf keinen Fall einen Besuch beim Arzt!

 

Wenn Sie selbst unter Gelenkschmerzen leiden, sollten Sie einen Mediziner aufsuchen, wenn Ihre Schmerzen bereits länger als zwei Wochen andauern. Einige dieser Fragen können Ihnen  einen ersten Hinweis darauf geben, ob Sie eher unter Arthrose oder Arthritis leiden.

 

 

■ Betrifft der Schmerz nur ein  Gelenk oder mehrere?

Anders als bei Arthrose befällt eine  Arthritis gleich mehrere Gelenke.

■ Sind die Schmerzen schleichend oder plötzlich aufgetreten?

Schleichende Schmerzen sprechen für eine Arthrose, akute und wiederkehrende  für Rheuma

■ Schmerzen die betroffenen Gelenke auch in Ruhe?

Schmerzen in Ruhe sprechen eher für Arthritis, bei Arthrose lassen die Gelenkschmerzen in Ruhe eher nach.

■ Sind die Schmerzen morgens oder abends stärker?

Arthrose macht sich meistens abends nach längerer Belastung deutlicher bemerkbar.

■ Sind mit Ihre Gelenkbeschwerden mit Müdigkeit und Abgeschlagenheit einhergegangen?

Bei Arthritis betreffen die entzündlichen Prozesse oft nicht nur die Gelenke, sondern den gesamten Organismus.

 

 

 

 

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