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Am Kaffeekonsum scheiden sich die Geister. Während die einen davon überzeugt sind, dass Koffein das Herz zum Flattern bringt und Kopfschmerzen auslöst, betonen die anderen, dass Kaffeetrinken das Diabetes-Risiko senkt und die Leber schützt.

Nun hat ein internationales Forscherteam Ergebnisse veröffentlicht, die die gerösteten Bohnen in ein sehr positives Licht stellen: Die sogenannte EPIC-Studie (= „European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition“ ) über Zusammenhänge zwischen Ernährung, Krebs und chronische Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes ergab, dass Menschen mit hohem Kaffeekonsum im Durchschnitt später sterben als Menschen, die wenig oder keinen Kaffee trinken. Um diese Aussage zu treffen, werteten die Wissenschaftler die Sterbedaten von über einer halben Million Menschen aus zehn europäischen Ländern aus.

Ein Grund für die möglicherweise lebensverlängernde Wirkung von Kaffee könnten dem Getränk eigene entzündungshemmende und zellschützende Mechanismen sein, wie Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) betont, der auch an der EPIC-Studie mitgewirkt hat. Belegen lasse sich ebenso, dass Kaffeetrinken keineswegs das Risiko für Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen erhöhe, sondern sogar mit einem verminderten Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden sei. Die Rede ist dabei allerdings immer von einem mäßigen Kaffeekonsum von maximal drei Tassen täglich. „Wichtiger als der Kaffeekonsum ist es außerdem darauf zu achten, ausreichend Vollkornprodukte, wenig Fleisch sowie viel Obst undGemüse zu essen, nicht zu rauchen und sich ausreichend zu bewegen.“

  

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