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Hitze und Ernährung

Ganz klar, im Sommer wollen wir an den Grill! Darauf landet dann auch einfach alles: angefangen bei Würstchen, Steaks, Rippchen und Koteletts über Garnelen und Bohnen im Speckmantel bis hin zu Auberginen, Folienkartoffeln und Grillkäse. Schmecken tut eine solche Sommerdiät allemal! Aber ist sie auch gesund?

 

Etwas paradox ist es schon: Einerseits haben wir bei hohen Temperaturen gefühlt weniger Appetit, andererseits stopfen wir im Sommer so viel schwere Kost in uns hinein wie an den Weihnachtsfeiertagen. Dabei sind fettige, große und reichhaltige Portionen bei Hitze absolut kontraproduktiv. Für unseren Organismus sind leichte Kost und kleine Portionen viel zuträglicher.

 

Probieren Sie es doch einmal mit einem Salat, aber nicht dem in Mayonnaise getränkten Kartoffel- oder Nudelsalat, sondern einem knackigen Blattsalat. Verfeinert mit Gemüse, Obst, Nüssen und etwas Käse ist das ein perfektes Sommeressen. Oder Sie verblüffen Ihre Gäste, indem Sie Melone, Ananas, Pfirsich und Äpfel auf dem Rost drapieren. Obst ist, man mag es kaum glauben, nämlich ebenfalls Grillgut!

 

Scharf ist gut, aber nur in Maßen!

Gerade beim Grillen wollen viele Menschen nicht auf ihre würzigen bis flammendheißen Marinaden verzichten. Und im Grunde ist daran auch nichts Schlechtes. Schließlich isst man in heißen Ländern überdurchschnittlich häufig scharf. Das Schwitzen kann man, solange es nicht überhandnimmt, dabei ruhig als zusätzliche Kühlung in Kauf nehmen. Knoblauch, Chili, Peperoni und Pfeffer – es ist also alles willkommen. Nur beim Salz sollte man deutlich zurückhaltender sein, denn Salz bindet Flüssigkeit und fördert hierdurch die Entwässerung.

 

Kühle Getränke sorgen leider nicht für dauerhafte Abkühlung

Wer die Abkühlung dann in einem eisgekühlten Getränk oder einem Eisbecher sucht, liegt leider falsch. Denn etwas Kaltes zu trinken oder zu essen, um sich herunterzukühlen, ist schlicht und ergreifend kontraproduktiv.

 

Der Grund: Nehmen wir zum Beispiel ein kaltes Getränk zu uns, werden zwar kurzfristig Mund, Rachen und Magen gekühlt. Gleich darauf muss der Körper aber seine interne Wärmepumpe anwerfen, um diesen Temperatursturz wieder auszugleichen. Sorgen Sie stattdessen mit Kühlem von Außen, zum Beispiel mit einem feuchten Handtuch im Nacken oder einem erfrischenden Fußbad, für ein angenehmes Mikroklima.

 

Flüssigkeitsbedarf kann durch Getränke und flüssige Speisen hervorragend gedeckt werden

Ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt ist natürlich trotzdem wichtig! Eine Faustregel besagt, dass bei normaler körperlicher Aktivität zwischen 30 und 40 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht optimal sind. Noch einfacher gesagt: Ein gesunder Erwachsener sollte zwischen zwei und drei Litern Flüssigkeit zu sich nehmen. Trinken Sie hierfür am besten warme Getränke, zum Beispiel Kräuter- und Früchtetees, oder auch Suppen.

Der Clou:

Die warmen Getränke bzw. Speisen weiten die Blutgefäße in Magen und Darm, wodurch die Flüssigkeit schneller aufgenommen und Flüssigkeitsverluste besser kompensiert werden. Und kommen wir dadurch noch zusätzlich ins Schwitzen, ist das auch nicht sonderlich schlimm. Schließlich wirkt Schweiß ebenfalls kühlend.

 

 

 

 

 

 

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