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Unser Nährstoffbedarf ändert sich mit dem Alter

Panta Rhei – alles ist im Fluss. Das sagte der griechische Philosoph Heraklit und meinte damit, dass nichts ewig Bestand hat. Zu unser aller Leidwesen gilt das auch für den menschlichen Körper, der mit der Zeit allerlei Macken entwickelt. Die beste Möglichkeit, auch in fortgeschrittenem Alter bei guter Gesundheit zu bleiben, ist neben körperlicher und geistiger Aktivität eine ausgewogene Ernährung. Aber wie sieht die im Alter überhaupt aus?

 

Ganz egal wie alt, wie sportlich und welchen Geschlechts: Eine gesunde Ernährung besteht immer aus einigen wenigen Bausteinen. Da ist zunächst einmal Flüssigkeit, genauer gesagt Wasser. Dazu kommen noch Kohlenhydrate, Proteine, Ballaststoffe und Fette. Komplettiert wird sie durch Vitamine und Mineralstoffe. Und das war es dann auch schon. Mehr braucht es nicht bzw. mehr brauchen wir nicht. Das Problem, das viele Menschen haben, ist einfach bloß die Schwierigkeit, ihre Lebensmittel so auszuwählen, dass sie all diese Nährstoffe in einem ausgewogenen Maß zu sich nehmen. Und – welch Schikane! – genau dieses ausgewogene Maß ändert sich dann auch noch mit zunehmendem Alter.

 

Wasser ist die Grundlage der Gesundheit

Bleiben wir zunächst bei der Flüssigkeit. Die benötigen wir für so ziemlich jeden Vorgang in unserem Körper. Schließlich bestehen wir zu circa 60% aus Wasser. Rund zweieinhalb Liter sollte ein Erwachsener gemäß der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) mindestens zu sich nehmen. Und zwar entweder getrunken oder aber durch andere Lebensmittel wie zum Beispiel Tomaten oder andere stark wässrige Lebensmittel. Das Problem: Senioren verlieren häufig zumindest teilweise ihr Durstempfinden. Mit einer Trinkroutine kann man hier Abhilfe schaffen: Morgens kommen zwei bis drei Wasserflaschen auf den Küchentisch, abends sollten sie leer sein. Kein Hexenwerk, nur eine Frage der Disziplin. Und trinken ist ja nun wirklich nicht sonderlich schwer.

 

Weniger Energie, aber nicht weniger Nährstoffe

Etwas komplizierter wird es bei den anderen Nährstoffen. Schließlich nehmen Muskel- und Knochenmasse im Alter ab und der Fettanteil im Körper zu, weshalb der Energiebedarf tendenziell niedriger ist. Als Faustregel gilt daher, dass ältere Menschen eine nährstoffreiche, aber energiearme Kost zu sich nehmen sollten. Der Anteil an Kohlenhydraten und Fetten kann daher gesenkt werden, wohingegen die Menge an Proteinen und Ballaststoffen gleichbleiben oder sogar erhöht werden sollte.

 

Wichtig: Mineralstoffe und Vitamine

Wirklich problematisch wird die Nährstoffversorgung im Normalfall höchstens bei den Mineralstoffen und Vitaminen. Insbesondere auf ausreichend Calcium sollte geachtet werden, da dieses wichtig für die Stabilität des Skeletts ist. Enthalten ist es insbesondere in Milchprodukten, weshalb diese regelmäßig auf dem Speiseplan stehen sollten. Damit das aufgenommene Calcium auch vom Körper verwertet werden kann, benötigen wir zudem ausreichend Vitamin D. Dieses wird zu 80 bis 90% mithilfe von UVB-Licht in der Haut gebildet. Allerdings nimmt die Fähigkeit hierzu im Alter deutlich ab, weshalb vor allem für Personen, die wenig oder gar keine Zeit im Freien verbringen, Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein können – sofern sie sich davor scheuen, einfach zum guten, alten Lebertran zu greifen. Fragen Sie hierzu einfach Ihren Arzt. Der kann auch sonstige Nährstoffmängel erkennen und Sie beraten, wie Sie diese beheben können. 

 

 

 

 

 

 

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