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Die Abbildung und die nachfolgenden Rezepte sind von    deine-ernaehrung.de

Alles, nur nicht tierisch: Vegane Ernährung

In Deutschland ernähren sich gut eine Million Menschen vegan. Neu ist Veganismus also nicht mehr. Und doch galt und gilt die deutsche Küche eher als deftig-kräftig. Schließlich ist neben Bier und Brot die Wurst ihr internationales Aushängeschild. Der allmähliche kulinarische Wandel hin zur vegetarisch-veganen Lebensweise wird aber sogar zunehmend auch von der Wirtschaft mitgetragen.

 

Egal, wie unangenehm manche „Bekehrungsversuche“ daherkommen: Veganismus ist alles andere als eine fixe Idee oder übertriebenes Samaritertum. Die halbwegs regelmäßig auftauchenden Videos aus Tiertransportbetrieben und Schlachthöfen belegen die Grausamkeit, die leider immer noch in viel zu vielen Bereichen der Nutztierhaltung herrscht. Zu der ethisch-moralischen Fragestellung, inwieweit der Mensch überhaupt berechtigt ist, Tiere zu seinem eigenen Nutzen zu halten, gesellen sich dann auch noch gesundheitliche und ökologische Aspekte: Ist der ständige Verzehr von tierischen Lebensmitteln vielleicht mit Schuld an der zunehmenden Verbreitung von sogenannten Zivilisations- und anderen Krankheiten? Und lässt sich eine wachsende Weltbevölkerung in Zukunft überhaupt auf der gegenwärtigen Grundlage ernähren? Oder bedeutet der fortgesetzte Konsum tierischer Produkte letztlich nicht eine Verschärfung weltweiter Hungerkrisen? Veganer und Veganerinnen haben diese Fragen für sich beantwortet – und üben Verzicht.

 

Der Markt zieht nach

Sei es nun, weil sie selbst der Überzeugung sind, Veganismus sei ein sinnvoller, nachhaltiger und gesunder Lebensstil oder weil sie rein marktwirtschaftlich denken und sich einen neuen Kundenstamm erschließen wollen: Immer mehr Nahrungsmittelproduzenten stellen sich auf die Bedürfnisse von Veganern ein. Manchmal erscheint diese Entwicklung skurril, sogar anbiedernd, etwa wenn auf einer Flasche Orangensaft steht, er sei vegan. Auf der anderen Seite machen vegane Würstchen und Hack, Joghurt ohne tierisches Protein und Mandelmilch es interessierten Verbrauchern erfreulich leicht, selbst eine Ernährungsumstellung zu wagen. Ob man dann nun noch einen Schritt weitergeht, auf solche „Imitate“ verzichtet und stattdessen ganz auf unverarbeitete pflanzliche Produkte umsteigt, ist dabei jedem selbst überlassen.

 

Eine Frage der Gesundheit?

Immer wieder warnen Ernährungswissenschaftler, bei einer rein veganen Ernährungsweise sei die ausreichende Nährstoffversorgung gefährdet. Zutreffend ist dies bei einer aufgeklärten, geplanten und ausgewogenen veganen Ernährung aber nur für Jod und Vitamin B12. Beide Nährstoffe können jedoch durch angereicherte Lebensmittel oder Supplemente zugeführt werden. Auch wenn eine vegetarische Ernährung diese Problematik von vornherein umgeht, ist Veganismus also keineswegs gesundheitsschädlich. Lediglich die Erstellung des Speiseplans erfordert etwas mehr Arbeit. Es liegt demnach ganz alleine an den Überzeugungen jedes Einzelnen, ob er oder sie einen veganen Lebensstil führen möchte. Albert Einstein, unbestritten einer der klügsten Menschen der Geschichte, hatte zum Thema Ernährung übrigens eine sehr deutliche Meinung: „Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.“ 

 

Einfach mal probieren:

 

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Kürbissuppe

Die wohl beliebteste Suppe im Herbst – Kürbissuppe! Sie ist einfach und schnell zubereitet und die Gewürze Kurkuma, Ingwer, schwarzer Pfeffer und Kokosöl verleihen dem Gericht die kraftvolle immunstärkende Wirkung.

 

Zutaten für 4 Portionen

  • 1,5 kg Hokkaidokürbis
  • 1 EL Kokosöl
  • 10 g Kurkumawurzel fein gewürfelt
  • 20 g Ingwer fein gewürfelt
  • 500 ml Wasser
  • Salz, schwarzer Pfeffer, Kreuzkümmel, Cayennepfeffer
  • 500 ml Kokosjoghurt

 

Zubereitung

  1. Hokkaido waschen, halbieren, das Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden.
  2. In einem großen Topf das Kokosöl schmelzen lassen und den Hokkaido, Ingwer- und Kurkumawürfel leicht andünsten.
  3. Mit dem Wasser ablöschen und und alles bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen.
  4. Anschließend die Suppe mit einem Stabmixer fein pürieren und mit den Gewürzen abschmecken. Die Suppe mit einem Klecks Kokosjoghurt servieren.

 

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Quinoa-Salat

Quinoa findet in letzter Zeit immer mehr Beachtung. Es stammt aus Südamerika und dient dort seit ca. 6.000 Jahren als Grundnahrungsmittel. Da es ein sehr kraftvolles Korn ist, genießt es auch die Bezeichnung „Gold der Inkas“.

Zutaten für 3 – 4 Portionen

  • 300 g Quinoa
  • 200 g Erbsen (gefroren)
  • 150 g Bohnen
  • 1 Avocado
  • 3 - 4 frische Feigen
  • Saft einer Zitrone
  • 2 EL Olivenöl
  • schwarzer Pfeffer
  • bei Bedarf eine Prise Salz
  • eine Handvoll Cashewbruch mit 1 EL Sojasoße mariniert
  • je eine Handvoll gemischter Salat und Minze

 

Zubereitung

  1. Quinoa in einem Sieb mit warmem Wasser spülen, um die Bitterstoffe zu entfernen.
  2. Mit der doppelten Menge Wasser und einer Prise Salz zum Kochen bringen und bei kleiner Hitze 10 Minuten köcheln.
  3. Den Topf von der Herdplatte ziehen und mit geschlossenem Deckel weitere 10 Minuten ziehen lassen.
  4. Die Bohnen waschen, in 2 – 3 cm große Stücke schneiden und mit einer Prise Salz leicht köcheln.
  5. Nun Quinoa mit den gefrorenen Erbsen und den gut abgetropften Bohnen in eine Schüssel geben, mit Zitronensaft, Olivenöl, frisch gemahlenem Pfeffer, evtl. etwas Salz und fein geschnittener Minze anmachen und gut durchmischen.
  6. Abschließend mit den frischen Feigen, der Avocado und den in Sojasoße marinierten Cashewkernen anrichten und servieren.

 

 

 

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Overnight Oats

Hinter dem Begriff verbergen sich über Nacht eingeweichte Haferflocken. Das Gericht ist die perfekte Idee für alle, die morgens wenig Zeit haben.

Hafer enthält viele Ballaststoffe und Mineralstoffe, besonders Magnesium, Phosphor, Eisen und Zink,  wertvolle Vitamine, insbesondere Vitamin B1 und B6. gilt als glutenfrei und  liefert ein ausgewogenes Aminosäurenprofil.

 

Zutaten für 2 Portionen

  • 150 g Haferflocken
  • 50 g Rosinen
  • 300 ml Hafer-, Reis- oder Mandelmilch
  • 2 Äpfel oder Beeren der Saison
  • ½ Teelöffel Zimt (wirkt entzündungshemmend)

 

Zubereitung

  1. Hafer und Rosinen in die Pflanzenmilch einrühren und über Nacht einweichen.
  2. Morgens mit Apfel (kleingeschnitten bzw. geraspelt) und Zimt oder Beeren der Saison servieren.

 

 

 

 

 

 

 

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