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Gutes Essen für den Nachwuchs

Die Lust am Essen muss ein Kind nicht erst erlernen. So ziemlich das Erste, was es tun möchte, sobald es das Licht dieser Welt erblickt hat, ist Essen bzw. Trinken. Trotzdem spielt auch die Erziehung eine wichtige Rolle, denn die Grundlagen für das spätere Ernährungsverhalten werden bereits in frühester Kindheit gelegt.

 

Das Hinsiechen des Suppenkaspars gehört zu den mysteriösesten Todesfällen der Märchenwelt. Warum starb dieser „kerngesunde“ und „kugelrunde“ Bub mit den „roten, frischen“ Backen? War es eine Unverträglichkeit, die ihn seine Suppe verschmähen ließ? Litt er gar unter einer Essstörung? Fest steht lediglich, dass er mit den richtigen erzieherischen Tricks und Kniffen heute wohl noch am Leben wäre – und sein Suppenteller leergegessen.


Mit gutem Beispiel vorangehen
Insbesondere während ihrer ersten Lebensjahre lernen Kinder vor allem durch Beobachtung und Nachahmung. Es liegt also maßgeblich an den Eltern und dem direkten sozialen Umfeld, den Kindern mit gutem Beispiel voranzugehen. Ernähren sich die Erwachsenen abwechslungsreich und gesund, stehen die Chancen gut, dass sich auch das Kind auf Beobachtungsposition schließlich derart ernähren wird – oder neuen Lebensmitteln wie unbekanntem Gemüse oder Obst zunächst einmal aufgeschlossen gegenüber sein wird. Außerdem stärkt das gemeinsame Essen das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Familie. Vielleicht können Sie mit Ihrem Partner auch verabreden, das Besprechen kritischer Themen auf die Zeit nach dem Essen zu verschieben. So schaffen Sie Raum für ein gemeinsam erlebtes und unbeschwertes Miteinander – und die Basis für einen freudvollen Umgang mit dem Essen.


Den Geschmackssinn trainieren
Andererseits werden auch Kinder schnell auf den „Geschmack“ von Fastfood kommen, wenn zu Hause regelmäßig Burger, Nuggets und Pommes auf dem Speiseplan stehen. Gerade in den ersten Jahren ist es wichtig, Kinder an möglichst unverarbeitete Lebensmittel heranzuführen. Nur so können sie einen Sinn für den tatsächlichen Geschmack verschiedener Zutaten ausbilden – und im späteren Leben Abweichungen von diesem Geschmack auch erkennen.

Längst nicht alle Kinder wissen heutzutage
noch, wie süß eine Karotte schmeckt oder dass Nüsse und Obst perfekte Zutaten für einen Blattsalat sind. Dieses Wissen um die Zutaten ist jedoch wichtig! Ein Beispiel: Wer glaubt, Kartoffeln schmecken immer wie Pommes und Huhn ist immer paniert und hat keine Knochen, der wird sich im späteren Leben mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung vermutlich eher schwer tun.


Hilfestellung beim Lernen anstatt Verbote
Seien Sie dabei aber nicht zu streng. So müssen Sie beispielsweise Süßigkeiten nicht komplett verbannen. Schließlich gehören die auch irgendwie zum Kindsein dazu. Außerdem kommen früher oder später alle Kinder mit ihnen in Kontakt. Wichtig ist lediglich, dass Kinder einen bewussten Umgang mit ihnen erlernen und begreifen, dass Süßigkeiten kein Mittel gegen Hunger oder gar kleines Obst sind. Außerdem sind die Geschmäcker natürlich verschieden. Meist muss ein Kind ein Lebensmittel einige Male probieren, bis es ihm schmeckt – oder eben auch nicht. Respektieren Sie den Geschmackssinn Ihres Kindes. Denn dass es einen eigenen Geschmack entwickelt, ist ja schon der erste Erfolg!

 

 

 

 

 

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