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Brotbacken für Anfänger

Wo ist es bloß hin, das ganze Mehl, das teils wochenlang aus den Supermarktregalen verschwunden war? Verkommen lassen sollte man es jedenfalls nicht. Wie wär’s mit Brotbacken?

 

Was gibt es Besseres als frisch gebackenes Brot mit Butter? Um Brot selbst zu machen, braucht man im Prinzip nur Mehl, Wasser und Salz – und je nach Geschmack noch etwas Hefe. Auch wenn es unendlich viele Brotsorten gibt: Das Grundrezept – mit Hefe – ist eigentlich immer gleich:

 

Lösen Sie ein Päckchen Hefe (frisch oder auch getrocknet) in ungefähr 250 ml lauwarmem Wasser auf. In einer größeren Schüssel vermischen Sie ein Pfund Mehl mit dem gerade hergestellten Wasser-Hefe-Mix und geben noch ein bis zwei Teelöffel Salz und je nach Geschmack auch ein bis zwei Esslöffel Zucker hinzu. Verwenden Sie möglichst Typ-1050-Mehl. Die Typenzahl gibt die Mineralstoffmenge in Milligramm pro 100 Gramm Mehl an. Je höher sie ist, desto mehr Mineralstoffe sind im Mehl enthalten.

Nun vermischen Sie das Ganze mit den Knethaken eines Handrührgerätes oder auch mit bloßen Händen, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Den lassen Sie an einem warmen Ort (windstill an der Sonne oder auch bei 50 C° im Backofen) ca. 45 Minuten gehen.

 

Wenn es gut läuft, geht die Teigkugel dabei ordentlich in die Höhe. Kneten Sie sie nochmals kurz durch und formen Sie dann einen länglichen oder runden Laib daraus. Den schneiden Sie mehrmals mit einem Messer ein und lassen ihn nochmals ungefähr 20 Minuten gehen. Schließlich legen Sie den Brotlaib auf ein eingefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech, streuen je nach Geschmack noch ein paar Kerne darauf (z.B. Sonnenblumen- oder Kürbiskerne) und lassen ihn ca. 45 Minuten im Ofen backen (E-Herd: 200 °C/Umluft: 175 °C/Gas: Stufe 3). Guten Appetit!

 

Ist Hefe, wie das in den vergangenen Wochen ja manchmal der Fall war, gerade nicht zu kriegen oder mögen Sie sie einfach nicht so gerne, dann können Sie auch ein Sauerteigbrot backen.

Dazu verkneten Sie ein Pfund Mehl (bewährt haben sich ca. 200 Gramm Roggen und ca. 300 Gramm Weizen) zusammen mit 500 Gramm Sauerteig (den kann man selbst herstellen, aber auch kaufen), einem Esslöffel Salz, je nach Geschmack einem Esslöffel Zucker und rund 200 Milliliter Wasser so lange, bis sich der Teig von der Schüssel löst. Verwenden Sie Vollkornmehl oder Schrot, geben Sie bis zu 100 Milliliter Wasser mehr dazu, denn Vollkornmehl enthält mehr Ballaststoffe und die nehmen mehr Wasser auf.

Den Teig formen Sie zu einer Kugel oder einem Laib, legen ihn auf ein gefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Blech an einem warmen Ort und decken ihn zu. Je nach Wärme, Mehlsorte und Sauerteig-Stärke kann es zwei bis sechs Stunden dauern, bis er ordentlich aufgeht. Dann lassen Sie Ihren Laib bei rund 200 °C ca. 60 Minuten backen.

Wer es besonders herzhaft mag, brät eine klein geschnittene Zwiebel und vielleicht auch ein paar Schinkenwürfel in der Pfanne an und gibt sie zum Schluss in den Teig – fertig ist das Zwiebelbrot!

Naschkatzen wiederum ersetzen einen Teil des Mehls und das Wasser durch zerdrückte Bananen, geraspelte Äpfel (oder auch Apfelmus) und eine Handvoll geriebene oder gehackte Nüsse.

Zu guter Letzt: Als schmackhafte Abwechslung kann man anstelle des Wassers auch Quark, Joghurt, (Butter-)Milch oder eine Mischung aus allem verwenden.

 

 

 

 

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