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Kräuter

Heilsam und aromatisch

 

Kräuter sind die perfekten Zutaten für allerlei Gerichte. Erstens verleihen sie ein nuancenreiches Aroma, zweitens warten sie mit einer Vielzahl positiver Effekte auf unser Wohlbefinden auf. Sie vereinen also genau die beiden Punkte, um die es beim Essen immer gehen sollte: Genuss und Gesundheit.

 

Die ursprüngliche Motivation unserer Vorfahren, warum sie Kräuter verarbeiteten, werden wir heute kaum noch ergründen können. War ihnen der gesundheitliche Nutzen bestimmter Kräuter bekannt oder schmeckten sie einfach nur gut? Fest steht lediglich, dass heutzutage Wissenschaftler auf der ganzen Welt herauszufinden versuchen, welche spezifischen Inhaltsstoffe für welche gesundheitlichen Effekte verantwortlich sind und inwieweit Kräuter auch im Rahmen eines ausgewogenen Speiseplans vor Krankheiten schützen können. Für manche Kräuter ist das mittlerweile ganz oder teilweise gelungen, bei anderen tappen sie noch weitgehend im Dunkeln und müssen zunächst untersuchen, ob der ihnen zugeschriebene Nutzen auch tatsächlich nachweisbar ist – oder ob es sich um tradierten Irrglauben handelt.


Generell unterscheidet man vier Arten von Kräutern, die sich insbesondere in der Art der Verwendung voneinander unterscheiden.



WÜRZKRÄUTER, wie zum Beispiel Basilikum (fördert den Appetit, entschlackt und sorgt für frischen Atem), Koriander (stärkt Herz und Magen, wirkt entzündungshemmend und appetitanregend, unterstützt die Harnwegsfunktionen und lindert Völlegefühl) und Pfefferminze (unterstützt die Verdauung und beugt Erkältungen vor), sind Kräuter, die einem Gericht hinzugegeben werden, um es um ihr besonderes Aroma zu bereichern. Sie bleiben im Gericht und können so genutzt werden, um zusätzliche visuelle Akzente zu setzen.

AROMAKRÄUTER, wie Thymian (beruhigend, krampf- und schleimlösend) oder Rosmarin (lindert Kopfschmerzen und Nervosität, beruhigt Magen, Darm und Galle, stärkt das Immunsystem und den Kreislauf ), werden benutzt, um Suppen, Soßen oder Fonds zu aromatisieren. Dazu werden sie der Speise während des Kochens beigegeben, nach einem bestimmten Zeitraum in der Regel aber auch wieder entfernt.

SALATKRÄUTER, wie Petersilie (regt die Nierentätigkeit an, wirkt blutreinigend und fördert die Verdauung), Dill (wirkt nervenberuhigend, appetitanregend und lindert Verdauungsstörungen wie Koliken und Blähungen) und Schnittlauch (stärkt das Immunsystem), sollten nicht zu stark erhitzt werden, da sonst nicht nur ihre gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe verf liegen, sondern sie auch einen unangenehm bitteren Geschmack annehmen können. Sie eignen sich daher nur für die kalte oder lauwarme Küche.


GEMÜSEKRÄUTER, beispielsweise Rucola (wirkt appetitanregend und fördert die Verdauung) oder Brennnesseln (unterstützen die Blutbildung und wirken entwässernd), sind eher hitzeunempfindlich und können als eigenständiges Gericht zubereitet werden.

Je nach verwendetem Kraut können Sie einem Gericht also nicht nur einen unverwechselbaren kulinarischen Akzent verleihen, sondern es auch nutzen, um eine bestimmte gesundheitliche Wirkung zur Linderung und Heilung von Beschwerden zu erreichen.

 

 

 

 

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