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Vitamin C

Wo steckt es drin und wofür brauchen wir es?

 

Gäbe es eine Hall of Fame der Vitamine, wäre Vitamin C unbestreitbar der Star der Ausstellung. Kein anderes Vitamin ist bekannter oder genießt einen besseren Ruf. Kein anderer Inhaltsstoff prangt häufiger auf Lebensmittelverpackungen und verheißt Gesundheit und Vitalität. Aber wofür benötigen wir Vitamin C überhaupt?

 

Vitamin C ist ein echter Allrounder. Ob nun beim Aufbau von Kollagen für Bindegewebe, Knorpel und Knochen, bei der Unterstützung der Eisenresorption im Darm, der Bildung von Hormonen und Botenstoffen oder als Schutz vor oxidativen Schäden – ohne Vitamin C sähen wir im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich alt aus. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Frauen eine tägliche Verzehrmenge von 95 mg und 110 mg für Männer.

 

Leicht erreicht

Glücklicherweise lässt sich dieser Tagesbedarf schon über eine ausgewogene Ernährung problemlos decken. Und hierfür müssen Sie kulinarisch selbst während der kalten Jahreszeit nicht in die Ferne schweifen. Während Sie sich im Sommer und Herbst mit allerlei frischem Obst und Gemüse wie Erdbeeren, schwarzen Johannisbeeren, Brokkoli und Paprika versorgen können, haben Sie im Winter die Auswahl aus allerlei Kohl- und Salatsorten, beispielsweise Rosenkohl, Grünkohl oder Feldsalat. Auch manche Beeren, die noch beim ersten Schnee an den Zweigen prangen, sind wahre Vitamin-C-Bomben. Vor allem Vogelbeeren, Sanddorn und Hagebutten bieten dem Körper reichlich davon. Die beiden erstgenannten sind unverarbeitet aber kaum genießbar. Bei Hagebutten sollten Sie zumindest die behaarten Nüsschen im Innern entfernen, da sie Juckreiz auslösen können.

 

Kräftig, aber sensibel

Bei Kauf, Lagerung und Verarbeitung von Lebensmitteln sollten Sie beachten, dass Vitamin C sehr hitze- und lichtempfindlich ist. Abhängig vom Erntezeitpunkt, der Transportdauer sowie der Art der Lagerung und Zubereitung kann der Vitamin-C-Gehalt einzelner Lebensmittel daher stark schwanken. Allerdings wird vielen Lebensmitteln ohnehin zusätzlich Ascorbinsäure beigemischt. Erkennbar ist dies durch die Bezeichnungen E 300 bis 304, 315, 316 in der Zutatenliste. Ascorbinsäure ist jedoch nur die äußere Schicht des Vitamin-C-

Komplexes und nicht das komplette Vitamin C. In verarbeiteten Lebensmitteln dient es häufig als Konservierungsmittel oder als Stabilisator, weniger als gesundheitswirksame Zutat.

 

Zu viel des Guten

Übertreiben sollte man es mit Vitamin C trotz allem aber nicht. Zwar ist es wasserlöslich und wird von gesunden Menschen über den Urin wieder ausgeschieden, wenn es im Überfluss vorhanden ist. Allerdings kann es bei sensiblen Menschen bei einem Vitamin-C-Überschuss auch zu Verdauungsbeschwerden oder Durchfall kommen. Zudem kann die Aufnahme von Vitamin C in hoher Konzentration, beispielsweise in Form von Brausetabletten oder Dragees, zu einer vermehrten Bildung von Oxalsäure führen, was in Verbindung mit einer Nierenunterfunktion das Risiko für Nierensteine erhöht. Eine Supplementierung mit solch hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln sollten Sie daher immer im Vorfeld mit Ihrem Apotheken-Team besprechen.

 

 

 

 

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