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Gesunde Ernährung

Ob Tiefkühlpizza, Burger aus dem Schnellrestaurant oder Instantnudeln – Fertiggerichte und Fastfood stehen heutzutage auf fast jedermanns Speiseplan. Für eine ausgewogenere Ernährung bleibt zwischen Arbeits- und Freizeitstress häufig einfach keine Zeit mehr. Alltägliches Kochen ist in vielen Familien und erst recht in den meisten Single-Haushalten unerschwinglicher Luxus. Doch dadurch bleibt über kurz oder lang auch unsere Gesundheit auf der Strecke: Neben Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Diabetes, Gicht und Bluthochdruck drohen ebenfalls kaputte Gelenke.

 

Als für die meisten Menschen empfehlenswert kristallisiert sich zunehmend eine leicht angepasste flexitarische Ernährungsweise heraus. Die bietet dem Körper alle wichtigen Nährstoffe, begrenzt aber gleichzeitig den Verzehr von problematischen Lebensmitteln wie rotem Fleisch, Wurstwaren, Eiern, fetten Milchprodukten, Zuckrigem und Knabberzeug. Betont wird dagegen eine Speisekarte mit reichlich Obst und Gemüse: Neben Ballaststoffen, die die Entzündungsmarker im Blut senken und somit rheumatoider Arthritis sowie Arthrose vorbeugen, bieten vor allem schwach verarbeitetes Obst und Gemüse bzw. Rohkost reichlich wertvolles Vitamin A, C und E sowie Kalzium, Magnesium, Zink und Selen. Punkten können Obst und Gemüse auch mit ihren sekundären Pflanzenstoffen, wie beispielsweise Allicin in Zwiebeln und Knoblauch oder dem in Brokkoli enthaltenen Sulforaphan, die neben Arthrose möglicherweise auch einer ganzen Reihe anderer Krankheiten vorbeugen. Doch auch alle Naschkatzen dürfen aufatmen: Hin und wieder etwas Zartbitterschokolade, möglichst mit einem Kakao-Anteil von mindestens 70 Prozent, ist ebenfalls erlaubt. Grundsätzlich kommt es ohnehin auf die Abwechslung an: Wenn Sie nicht jeden Tag dasselbe essen, sorgen Sie ganz nebenbei für einen gesunden Nährstoff-Mix für Ihren Körper. Ein guter Anhaltspunkt für eine ausgewogene Ernährung ist die im Internet einsehbare Ernährungspyramide der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

 

Stark verarbeitete  tierische Produkte sind nicht empfehlenswert

Vor allem gesättigte Fettsäuren, wie sie in großen Mengen in vielen verarbeiteten Fleischprodukten zu finden sind, führen ohne ausreichend körperliche Betätigung zu Übergewicht, einem der größten Risikofaktoren für Stoffwechselerkrankungen, Herz-Kreislauf-Beschwerden und Gelenkschäden. Fleisch, Wurst und fettreiche Milchprodukte enthalten zudem beachtliche Mengen Arachidonsäure, einer mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäure. Die aus ihrer Verwertung hervorgehenden Stoffwechselprodukte, insbesondere Prostaglandine, Leukotrine und Thromboxane, fördern nicht nur Entzündungsprozesse wie Arthrose, sondern üben auch oxidativen Stress auf alle Körperzellen aus. Leider ist vielen Menschen nicht bewusst, dass sie durch ihre Ernährungsgewohnheiten viel zu viel Arachidonsäure aufnehmen: durchschnittlich das Achtfache der empfohlenen Maximalmenge von 50 Milligramm pro Tag. Hier herrscht also deutlicher Korrekturbedarf. Sehr viel besser für den Organismus sind Omega-3-Fettsäuren, wie etwa Eicosapentaensäure. Die wirken der schädigenden Wirkung der Arachidonsäure teilweise entgegen. Enthalten sind Omega-3-Fettsäuren unter anderem in Nüssen, Oliven-, Raps- und Walnussöl sowie in Seefischen wie Hering, Thunfisch und Makrele.

 

Ernährung und Bewegung sind zwei Seiten einer Medaille

Neben der Ernährung ist Bewegung ebenfalls entscheidend für die körperliche Fitness und Belastbarkeit. Bei Astronauten wird deutlich, wie schnell mangelnde Reize für die Knochen zu deren Abbau führen. Nur durch Belastung bleiben unsere Knochen stabil. Natürlich sollte es nicht ins Extrem tendieren: Profifußballer mögen über ein gut trainiertes Herz-Kreislauf-System verfügen, Knochen und Gelenke sind nach dem Ausscheiden aus dem Profisport aber häufig stark angegriffen – wenn sie denn nicht sogar der Grund für das Karriereende waren. Sie müssen also nicht aufs Matterhorn kraxeln oder den neuen Streckenrekord aufstellen. Eine kleine Fahrradtour, Spazierengehen mit dem Hund oder etwas Gartenarbeit genügen schon, um den Knochen wichtige Bewegungsreize zu bieten. Außerdem können Sie dadurch Sonnenstrahlen tanken, die im Körper in Vitamin D umgewandelt werden – ein Vitamin, das unter anderem die Kalkeinlagerung in den Knochen sicherstellt, ohne die es zu Knochenerweichung, Osteoporose und Knochenbrüchen kommen kann.

 

 

 

 

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