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Ernährungsumstellung bei Sodbrennen

Die Auslöser für Sodbrennen sind sehr verschieden. Neben Stress und starkem Übergewicht können Ernährungsfehler die Ursache für Reflux (Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre) sein. Speisen, die sehr zuckerreich, fettreich oder scharf gewürzt sind, regen den Magen vermehrt zur Bildung von Magensäure an. Im Gegensatz zum Magen, der durch seine spezielle Schleimschicht vor der ätzenden Wirkung der Magensäure geschützt ist, ist die Speiseröhre dieser schutzlos ausgesetzt. Auf Dauer kann ein Reflux zu einer Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis) führen. Eine Ernährungsumstellung kann eine Möglichkeit sein, Sodbrennen vorzubeugen. Jedoch sollten Sie keine Lebensmittel oder Speisen von vornherein ausschließen, da jeder Betroffene anders reagiert.


Um herauszufinden, welche Nahrungsmittel bei Ihnen Sodbrennen auslösen, eignet sich ein Ernährungstagebuch, das für etwa vierzehn Tage geführt wird. In dieses Tagebuch werden alle Speisen eingetragen, die über den Tag verteilt von Ihnen verzehrt werden. Markieren Sie anschließend die Lebensmittel, die von Ihnen nicht gut vertragen wurden, und notieren Sie auch, wie stark das Sodbrennen nach dem Genuss dieser Speise war. Auch Getränke sollten nicht außer Acht gelassen werden. Ein übermäßiger Konsum von Alkohol und Kaffee kann ebenso für Ref lux verantwortlich sein, indem sie die Produktion von Magensäure begünstigen und zu einer Entspannung des Speiseröhrenschließmuskels (Ösophagussphinkter) führen können. Nach zwei Wochen können Sie Ihr Ernährungstagebuch auswerten und testen, wie es Ihnen geht, wenn verdächtige Lebensmittel und Getränke ausgelassen werden.

 

Neben der Auswahl der Lebensmittel können auch die Zubereitung und die Menge der Speisen ausschlaggebend sein. Gut geeignet sind naturbelassene Lebensmittel, die mit schonenden Garverfahren zubereitet werden. Als sehr magenschonend gilt das Dämpfen oder Dünsten von Lebensmitteln, denn dabei entstehen kaum scharfe Röstaromen und es wird wenig bis gar kein Fett für die Zubereitung benötigt. Versuchen Sie es auch mal mit mehreren kleinen Mahlzeiten am Tag. Unser Magen ist in erster Linie ein Sammelbecken für unsere Speisen, bevor diese portionsweise an den Dünndarm abgegeben werden. Drei üppige Mahlzeiten am Tag können das Füllungsvermögen schon mal ausreizen und zu einem unangenehmen Druckgefühl im oberen Bauchraum führen. Außerdem ist ein größeres Nahrungsvolumen im Magen auch Auslöser für eine vermehrte Säureproduktion. So sind also vier bis sechs kleinere Mahlzeiten empfehlenswerter als drei große Mahlzeiten. Die letzte Mahlzeit sollte dabei nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen verzehrt werden, sondern zwei bis drei Stunden zuvor. Das ermöglicht dem Magen die Zeit, um die Speisen mit Magensaft zu vermischen und mit der Fettverdauung zu beginnen.

 

 

 

 

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