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Was können kranke Kinder essen?

Erkältungen und andere leichte Infekte gehören bei (Klein-)Kindern leider zum Alltag. Häufig gehen solche Erkrankungen mit einem Verlust des Appetits einher, was manche Eltern zusätzlich beunruhigt. Allerdings ist dieses Fasten völlig normal und bis zu einem gewissen Maß sogar förderlich für die schnelle Genesung.


Neben Schlafliedern werden die meisten Eltern auch hiervon ein Liedchen singen können: Eben hüpft und kreischt der kleine Wirbelwind noch durch die Gegend, ein paar Stunden später liegt er mit Fieber im Bettchen. Gerade für junge, unerfahrene Eltern kann diese Situation eine große Belastung sein. Sie möchten ihren Schatz so gut wie möglich unterstützen – und schießen dabei manchmal über das Ziel hinaus, zum Beispiel indem sie ihr Kind trotz Appetitlosigkeit zum Essen zwingen.

 

Warum kann „Fasten“ sinnvoll sein?

Gerade während der ersten Krankheitstage haben Kinder häufig kaum oder gar keinen Appetit. Selbst die sonst so heißgeliebten Spaghetti Bolognese werden verschmäht. Das ist zunächst einmal nicht weiter problematisch. Denn der Verdauungsprozess verbraucht große Mengen Energie. Durch das Fasten spart der Körper diese Energie ein. Selbst zwei Tage ohne feste Nahrung sind bei einem ansonsten gesunden und normal genährten Kind kein Grund zur Sorge. Es zehrt einfach von seinen Reserven, um die krankheitsbedingte „Fastenzeit“ zu überbrücken.

 

Besonders wichtig: Ausreichend Trinken

Viel wichtiger als Essen ist das Trinken. Insbesondere bei fiebrigen Infekten oder Durchfall gilt: Je mehr Flüssigkeit, desto besser. Denn Flüssigkeit hält nicht nur den Stoffwechsel auf Trab, sondern schwemmt auch Giftstoffe aus dem Körper. Am besten eignen sich Wasser oder ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. Letztere helfen gleichzeitig bei Infekten der oberen Atemwege. Fruchtsaftschorlen im Verhältnis von einem Teil Saft und drei Teilen Wasser sind ebenfalls empfehlenswert. Hier ist allerdings Vorsicht wegen der Säure geboten, die bereits angegriffene Schleimhäute zusätzlich reizen kann. Zur Regulierung des Flüssigkeitshaushalts völlig ungeeignet sind dagegen stark gezuckerte oder kohlensäurehaltige Getränke wie Eistee, Limonade oder Cola – und zwar nicht nur für kranke, sondern auch für kerngesunde Kinder.

 

Krankenkost sollte leicht und nährstoffreich sein

Wenn dann langsam der Hunger zurückkehrt, eignen sich statt üppiger Portionen und schwerer, fetter Gerichte leichte Snacks, um den Stoffwechsel zu entlasten und den Organismus mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. So kommen bei Schluckbeschwerden Gemüse- oder Geflügelbrühen und breiige Speisen gut an, während bei Magen-Darm-Beschwerden leicht gesalzene Gerichte (z.B. Karottensuppe oder Haferbrei) und geriebener Apfel oder Banane Linderung verschaffen können. Ist das Essen noch hübsch angerichtet, greifen Kinder umso lieber zu. Und mit einem Bilderbuch oder einer kleinen Geschichte zum Vorlesen wird aus einer eigentlich misslichen Situation echte „Quality Time“!

 

 

 

 

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